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06. Mai 2014

Gemeinderat

Friedhofsbrücke wird erneuert - und künftig aus Alu sein

Die Friedhofsbrücke wird ersetzt. Einen ersten Arbeitsauftrag hat der Gemeinderat nun vergeben.

  1. Die Friedhofsbrücke über die Alb in St. Blasien ist marode. Deshalb soll sie durch einen Neubau aus Aluminium ersetzt werden. Foto: Annika Vogelbacher

  2. Foto: Annika Vogelbacher

ST. BLASIEN. Die alte Stahlfußgängerbrücke sei "am Ende", sagte Planer Hans-Jörg Maier. Der Neubau soll aus Aluminium gefertigt werden.

Bis die neue Brücke an Ort und Stelle ist, wird der Gemeinderat noch weitere Aufträge vergeben. Nun hat das Gremium zunächst entschieden, dass das alte Bauwerk vom Bauunternehmen Schmidt aus Bernau abgerissen und entsorgt werden soll. Kosten werden diese Arbeiten rund 3760 Euro. Zwei Unternehmen hatten dafür ein Angebot abgegeben. Abbruch und Entsorgung werden günstiger als Gedacht (die Kostenschätzung ging von etwa 9000 Euro aus). Der Grund dafür sei aber, dass ein Teil der Abbrucharbeiten (Betonfundamente) im Baumeister-Los vergeben werden, sagte Hans-Jörg Maier vom Planungsbüro Hunziker-Betatech. Diese Arbeiten wurden ebenfalls an das Bernauer Bauunternehmen vergeben. Kosten sollen die Arbeiten 59 000 Euro, geschätzt worden waren rund 48 000 Euro.

In Menzenschwand habe man schlechte Erfahrungen mit Aluminium als Baustoff gemacht, sagte Gemeinderat Manfred Leber. Wie könne man sicher sein, dass ein Alubrücke die Winter und das Streusalz besser aushalte, fragte er.

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Es komme auf die Legierung an, sagte der Planer. Aber weil man eine hohe Qualität haben wolle, könne der Auftrag für den eigentlichen Brückenbau noch nicht vergeben werden.

Die Ausschreibungsanforderungen seien sehr hoch, sagte Maier. Schließlich müsse das Bauwerk von Kommunalfahrzeugen befahren werden, um im Winter den Schnee besser räumen zu können. Das Material müsse außerdem so gut versiegelt sein, dass Streusalz dem Aluminium nichts anhaben könne. Beispielsweise werde er darauf achten, dass keine "Salznester" entstehen können, also Bereich so konstruiert werden, dass sich darin Salzwasser sammeln, aber nicht mehr abfließen kann, sagte Hans-Jörg Maier.

Die Zuschlagsfrist sei deshalb auf das Monatsende verschoben worden, damit die anbietenden Unternehmen die entsprechenden Zertifikate vorlegen können, die dann belegen, dass die Anforderungen auch erfüllt werden können. Kosten werde die Brücke wohl zwischen 37 000 und 62 000 Euro, sagte Maier.

Das neue Bauwerk soll etwas höher angelegt werden, sagte Maier. Von der Nordseite werde sie über eine lange Rampe angeschlossen, wegen des Höhenunterschieds zur bestehenden Brücke werde es aber auch auf der Friedhofsseite eine kleine Rampe geben. Auf alle Fälle werde sie barrierefrei sein, sagte Maier.

Autor: Sebastian Barthmes