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26. November 2014

Große Hilfe für Schüler und Betriebe

IHK und Fürstabt-Gerbert-Schule St. Blasien bedanken sich bei den Unternehmen, die eine Bildungspartnerschaft eingegangen sind.

  1. Als Dank für die langjährige Zusammenarbeit erhielten die Bildungspartner der Fürstabt-Gerbert-Schule von der Industrie- und Handelskammer sowie von der Schule selbst jeweils eine Urkunde. Foto: Sebastian Barthmes

  2. Gefreut haben sich die Vertreter der Unternehmen über das Dankeschön der Schule. Die Kooperation sei aus ihrer Sicht sehr wichtig, hieß es. Foto: Sebastian Barthmes

ST. BLASIEN. Die Auswahl an Berufen ist groß, die Orientierung schwierig. Deshalb ist es wichtig, dass Schüler bei der Suche nach der richtigen Ausbildung gut beraten und begleitet werden. Die Fürstabt-Gerbert-Schule pflegt deshalb seit vielen Jahren ein enges Netzwerk mit Unternehmen aus der Region. Diese Bildungspartner haben am Montagabend bei einer kleinen Feier im Foyer der Schule eine Urkunde der Industrie- und Handelskammer und auch der Schule als Dank für die Zusammenarbeit erhalten.

Berufsinformationsabend, Betriebsbesichtigungen, Praktika – viel organisiert die Fürstabt-Gerbert-Schule, damit Betriebe und die möglichen zukünftigen Mitarbeiter ins Gespräch kommen. Gäbe es diese Partnerschaft nicht, hätten viele Betriebe wohl viel größere Probleme, Lehrlinge zu finden, sagt ein Unternehmensvertreter an dem Abend. Ein anderer unterstreicht die Bedeutung der Bildungspartnerschaft: "Unsere Lehrlinge kommen im Moment alle von dieser Schule."

2008 habe die Landesregierung mit den Wirtschaftsverbänden eine Vereinbarung unterschrieben, die das Ziel formulierte, ein Netzwerk aus Schulen und Unternehmen zu knüpfen, sagte Rektor Gerhard Albiez bei der Feier. Für seine Schule sei die Idee zu dem Zeitpunkt schon längst ein fester Teil des eigenen Konzeptes gewesen – seit vielen Jahren arbeitet die Fürstabt-Gerbert-Schule mit Unternehmen zusammen, seit zwölf Jahren gibt es den jährlichen Berufsinformationsabend.

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Dort werde den Schülern eine "vorzügliche Vielfalt" geboten, sagte Albiez. Die Schüler erhielten eine gute Beratung bei der Berufswahl und die Betriebe könnten sich so besser auf ihre zukünftigen Mitarbeiter einstellen.

Das besondere an der Bildungspartnerschaft mit der städtischen Schule sei, dass sie gleich zwei Schularten (Werkrealschule und Realschule) umfasse.

Die Anwesenheit der Betriebe bei der Feier zeige, dass die Partnerschaft mit der Fürstabt-Gerbert-Schule nicht nur auf dem Papier stehe, sie werde wirklich gelebt, sagte St. Blasiens Bürgermeister Rainer Fritz. Schüler und Betriebe hätten gleichermaßen etwas von der engen Zusammenarbeit.

Das Ziel sei es ursprünglich gewesen, dass jede Schule einen Partnerbetrieb erhalte, sagte Julia Reinacher von der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee. Seither unterstütze die IHK die Kontaktaufnahme zwischen Schulen und Unternehmen. 90 Prozent der Schulen hätten in dieser Zeit neue Kontakte geknüpft, bestehende gefestigt oder die Zusammenarbeit in einer schriftlichen Vereinbarung festgeschrieben. So werde die Qualität und Nachhaltigkeit der Kooperation gesichert. Durch die Bildungspartnerschaft werde nicht nur die Berufsorientierung verbessert, sondern auch konkretes Wissen aus dem Wirtschafts- und Arbeitsleben vermittelt.

Für sie sei die Zusammenarbeit mit der Fürstabt-Gerbert-Schule sehr wichtig, sagen viele der anwesenden Unternehmensvertreter. Gerade in Handwerksberufen sei es heute sehr schwer, Lehrlinge zu finden, lautet ihre Erfahrung.

Die Möglichkeit, über diese Bildungspartnerschaft mit Schülern ins Gespräch zu kommen, die vielen gebotenen Berufe und die eigenen Unternehmen präsentieren zu können, wollen deshalb auch immer mehr Betriebe nutzen, weiß die in der Fürstabt-Gerbert-Schule für die Koordinierung zuständige Lehrerin Susanne Schwer.

Schon längst biete das Kurhaus in Menzenschwand nicht mehr genug Platz, um allen Interessenten an einer Teilnahme am Berufsinformationsabend im Januar einen Platz zu bieten, sagte Susanne Schwer.

Autor: Sebastian Barthmes