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04. Juni 2009

Klassik und ein Hauch von Techno

Beim musikalischen Programm des Pfingstfestes am Kolleg wurden alle Register gezogen und besonders am Freitag ging’s fetzig zu

  1. Zum Star am Freitagabend avancierten Vincent Esterhazy (Mitte) und seine Bands (hier Juy Chu Chak, Hye Min Park und Simonas Cerniauskas), während die Bläser von Schäuble mit dessen fetzigen Abwandlungen von „Alle meine Entchen“ für Stimmung am Samstag sorgten. Stefan Sahli Foto: Stefan Sahli

  2. Zum Star avancierten Vincent Esterhazy (Mitte) und seine Band (von links Juy Chu Chak, Hye Min Park und Simonas Cerniauskas), während die Bläser unter der Leitung von Roland Schäuble mit fetzigen Variationen von „Alle meine Entchen“ für Stimmung sorgten. Foto: Stefan Sahli

  3. Foto: Christiane Sahli

ST. BLASIEN. Pfingsttreffen am Kolleg St. Blasien – das ist auch immer mit viel Musik verbunden. Am vergangenen Wochenende war das nicht anders, vielleicht standen zum 75-jährigen Jubiläum sogar mehr Eigenkompositionen auf dem Programm als sonst. Während am Freitagabend bei der musikalischen Einstimmung auf Pfingsten eher Rock, Pop, Jazz und Swing das Programm beherrschten, waren der Samstag und Sonntag eher klassisch geprägt – auf hohem Niveau wurde dabei allemal gespielt und gesungen.

Traditionell wurde das musikalische Programm des Pfingsttreffens bereits am Freitag bei der musikalischen Einstimmung auf Pfingsten in der Pater-Alfred-Delp-Halle eröffnet. Kein gewöhnliches Konzert, das wie immer den Auftakt für das musikalische Pfingsten am Kolleg bildete: 19 Gruppen gestalteten das Programm mit und die wenigsten davon waren wie die Bigband offizielle Formationen der Musikabteilung. Die meisten der jungen Musiker hatten sich außerhalb des Unterrichts zusammengefunden. Jedes Jahr gibt es ein regelrechtes Casting für die – gemessen am Ansturm – wenigen Plätze auf der Hallenbühne. Auch dieses Jahr fielen deshalb wieder etliche durch das Raster. Grämen brauchten sie sich heuer nicht, denn weil etliche, anspruchsvolle Programmpunkte gestrichen werden mussten, wird’s in diesem Jahr ein Sommerkonzert geben, um allen Musikern die Möglichkeit zu bieten, aufzutreten.

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Kein Casting hatte am Freitag die Bigband des Kollegs unter der Leitung von Michael Neymeyer nötig, denn sie eröffnet traditionell den musikalischen Pfingstreigen und tat dies auch in diesem Jahr gekonnt mit dem Crocodile Rock. In der Folge konnten Diana von Feury und Maximilian Henkel, die erstmals durch den Abend führten, eine bewährte Mischung aus tragenden Säulen des Konzertabends und begeisternden Newcomern präsentieren – vorneweg mit Eva Gleissner, einer neuen, starken Stimme aus der Gesangsklasse von Berthold Weiger, die mit "Listen to your heart" debüttierte. Überhaupt trugen etliche Schüler Weigers zum Programm bei, so auch Isabel Rabattu, die bei einem ersten Auftritt mit "Wild Horses" überzeugte und Berenice Schierenberg, die "How you remind me" zu Gehör brachte.

"Ein bisschen Elektro, so heißt das bei uns Jugendlichen"
Charlotte von Solms und Sophia von der Schulenburg sangen "We are family" und Lara-Sophie Evers beeindruckte mit "I will always love you". Für einen exotischen Farbtupfer sorgten Kjörid Berger-Hönger und Veronique Leupi, die in breitem Schwyzerdytsch den Schwan besangen. Große Auftritte hatten auch die Saxofon-Gruppen und Combos von Rainer Heuberger, die schon seit Jahren das Pfingsttreffen am Kolleg mit ihren Auftritten bereichern.

Zum heimlichen Star des Abends avancierte aber Vincent Esterhazy, der in diesem Jahr erstmals seine Visitenkarte als Sänger abgab – und das gleich mehrfach. Sorgte er rockig mit "Rich girls" und seiner Gruppe Shikhudeng mit einer Supershow für Stimmung, zauberte er später mit der Eigenkomposition "Rich girls" mit Juy Chu, Stephan Gath und Christian Vornweg einen Hauch von Techno auf die Bühne: "Ein bisschen Elektro, so heißt das bei uns Jugendlichen." Nicht elektrisch, dafür aber fetzig ging’s später bei Stephan Gath und Valentin Eingartner zu: Allein mit ihren Drums sorgten sie für Stimmung. "TZ" nannten sie ihre Komposition in Anlehnung an ein Kultgetränk einer heimischen Brauerei.

Musikalische Höhepunkte gab’s etliche über das ganze Wochenende verteilt: Im Festsaal zeigten nicht nur Vororchester, Unterstufenchor und Kollegschor ihr Können, auch alte Bekannte wie die "Collegian Harmonists" und etliche andere Formationen zeigten, dass Musik im Kollegs-Leben eine große Rolle spielt.

Autor: Stefan Sahli