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26. April 2011

Sänger machen eine gute Figur

Musik- und Theaterabend des Menzenschwander Männerchors war in jeder Hinsicht vergnüglich.

  1. Der Männerchor Eintracht Menzenschwand unter Leitung von Hanspeter Dietsche unterhielt zahlreiche Gäste mit einem gelungen musikalischen Programm und anschließendem Theaterstück. Thomas Beckert, Jasmin Lorenz, Peter Mann und Jutta Wassmer entwirren in dieser Szene die zahlreichen Verwicklungen. Foto: Margrit Matyscak

  2. Der Männerchor Eintracht Menzenschwand unter Leitung von Hanspeter Dietsche unterhielt zahlreiche Gäste mit einem gelungen musikalischen Programm und anschließendem Theaterstück. Foto: Margrit Matyscak

MENZENSCHWAND. Normalerweise klingen Männerchöre erdgebunden. Der Gesangverein Eintracht Menzenschwand ist ein Männerchor, der zum einen leicht beschwingte Sätze in seinem Osterkonzert zusammenfasste, zum anderen mit guter Intonation, homogener Luftigkeit und präzisen Rhythmen zu begeistern verstand. Dabei hatte Chorleiter Hanspeter Dietsche ausgerechnet zu großen Ohrwürmern bekannter Solistenpartien gegriffen: Operetten, der Ungarische Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms, Schlager der vergangenen 60 Jahre und Filmmusik der 40er war zu hören. Wer solch ein Programm zusammenstellt, der weiß, was er seinem Chor zutrauen kann.

Das Auftrittslied des Vogelhändlers aus der gleichnamigen Operette setzte gut gehoben an und brachte Schwung. Bei "Wir sind auf der Walz" aus der Operette "Schwarzwaldmädel" klappte der Liedel-Sprung wie ein aufmunternder Wechselschritt. Walzer erhielten verschiedene Drehungen durch Rhythmus-Präzision und Dynamik. Das Mädel aus dem schwarzen Walde siedelte Moderator Michael Ehlert in einem württembergischen (!) Ort mit großem Dom an. Der Seitenhieb aufs Libretto saß, denn jeder Schwarzwälder weiß, dass in seiner Heimat das Badnerlied zu Hause ist. Das blieb an diesem Abend außen vor.

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Peter Manns verlieh der Hauptrolle Charakter

Stattdessen wurde mit Udo Jürgens und seinem Texter Michael Kunze die Integrationsproblematik in "Griechischer Wein" vorgestellt. Die Zwischenspiele aus Männerkehlen stimmten in Klang und Ausdruck. Freddys "Heimweh", Minas "Heißer Sand" und "Heimat, deine Sterne" luden einige Zuhörer zum Mitsummen ein. Das gut unterhaltene Publikum forderte denn auch stürmisch eine Zugabe. Dietsche und seine Sänger gewährten sie mit einem beeindruckenden Satz von "Ein schöner Tag", in dem das Ursprungslied "Amazing Grace" in gesprochener Übersetzung und gesungenem Originaltext integriert ist. Für mehr reichte die Zeit nicht, denn die Laienspielgruppe wartete.

Das Mundart-Lustspiel von Hans Blötscher "Dr Hannes-Tango" ist wegen seiner Sprachspiele und Redegewandtheit ein Lacherfolg. Im Stück geht es um den Kuraufenthalt von Hannes und seinem Freund Ernst. Peter Manns, der neben der Regieführung auch der Hauptrolle Charakter verlieh, hatte mit Jutta Wassmer eine Partnerin zur Seite, die mit Logik unerschütterlich durch Ehe-Klippen schipperte. Thomas Beckert überzeugte als schlitzohriger Freund Ernst, Dieter Andris als cooler Bankier und Jasmin Lorenz als Kurschatten, den Ernst nur durch einen Trick los wird. Kurzweilig griffen die sechs Bilder in zwei Akten ineinander und sorgten für einen vergnüglichen Ausklang des Ostersonntags.

Autor: Margrit Matyscak