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26. August 2009

ZUR PERSON

  1. H. Hummel Foto: monika rombach

Zehn Enkel gratulieren

zum 80. Geburtstag

Hermann Hummel vom Kapfenmathishof in St. Peter, direkt an der Gemarkungsgrenze zu St. Märgen gelegen, feiert heute seinen 80. Geburtstag im großen Familienkreis mit zehn Enkeln. Auch Kirchenchor und Männergesangverein St. Märgen gratulieren ihrem Ehrenmitglied zum erreichten 80er. Singen gehört zu Hermann Hummels Leben; 1948 trat er in den Kirchenchor St. Märgen ein. Gehört sein Geburtshaus, der Kapfenmathishof, doch bereits zum Kirchspiel St. Märgen. Von 1968 bis 1977 führte er den Chor als dessen Vorsitzender, weitere Jahre als stellvertretender Vorsitzender. 52 Jahre lang war er aktiver Sänger. 1953 brachte er als Gründungsmitglied den Männergesangverein St. Märgen mit auf den Weg. Beiden Vereinen stand er auch als Laienspieler zu Theateraufführungen zur Verfügung. Auf rund 900 Metern steht das Elternhaus des Jubilars. Herrlichen Ausblick bietet schon die Anfahrt zum einstigen Berghaus Luxenberghäusle. 1848 kaufte es Mathias Hummel vom Kapfenhof, ein Uhrenhändler, den es nach geschäftlichem Englandaufenthalt wieder in die Heimat zog. Hermann Hummel übernahm 1962 das Anwesen als dessen fünfter Bauer in Folge. Lang war in Kindertagen der Schulweg für Hermann und seinen Bruder Oskar gewesen – vor allem im Winter, wenn der Rossschlitten gebahnt hatte – auf Skiern ins Dorf und wieder heimwärts. Hermann Hummel erlernte auf dem väterlichen Hof, die Landwirtschaft und heiratete im Jahr seiner Hofübernahme Agnes Ketterer vom Bühlhof. Gern erinnert er sich an ihre achttägige Hochzeitsreise an den Königsee.
War das Hofgebäude bereits am 3. Mai 1926 durch Blitzschlag abgebrannt, so zerstörte ein Schadensfeuer es erneut am 1. November 1979, als längst fünf muntere Kinder, drei Buben und zwei Mädchen, die Familie bildeten. 1980 wurde der Hof erneut aufgebaut, wieder mit dem Wohnteil zur Talseite, inklusive dreier Ferienwohnungen. Sie tragen seither als zweites Standbein neben der Mutterkuhhaltung zum Familieneinkommen bei. Gäste fühlen sich hier so wohl, dass viele oft wiederkehren. Die "Räuberhöhle" im Leibgeding lässt als Spiel- und Werkparadies Kinderherzen höher schlagen. Zum Umbau 1992 brachten sich die handwerklich erfahrenen Söhne und kaufmännisch ausgebildeten Töchter unter viel Eigenleistung ein. 1994 übergab der Vater seinem jüngsten Sohn Mathias den Hof. Noch immer sorgt der Jubilar für das Brennholz im Winter und läuft gerne spazieren.

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Autor: Monika Rombach