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17. Oktober 2011

Tauzieher wollen auch national wieder Tritt fassen

Beim TZC Eschbachtal ruhen die Hoffnungen auf dem Nachwuchs / Empfang für die Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmer.

  1. Stolz darf der TZC Eschbachtal auf seine bei EM und Jugend-WM platzierte Jugend sein. Von links: Ortsvorsteher Schuler, Jugendnationaltrainer Spitz, Steffi Dold, Silvio Schillinger, Hannes Schwär und TZC-Vereinsvorsitzender Mühl. Foto: Monika Rombach

STEGEN. "Kontinuierlich kehren Aktive des TZC Eschbachtal erfolgreich von Europa- und Weltmeisterschaften zurück", freuten sich Ortsvorsteher Bernhard Schuler und TZC-Vereinsvorsitzender Roland Mühl beim Empfang der Gemeinde für die Sportler.

In England traf sich die Elite der Rasenkraftsportler zur Europameisterschaft in Minhead, dabei trug die Tauziehjugend ihre Weltmeisterschaft aus. Im deutschen Team der Klasse U 23, 600 Kilogramm, zogen sich Hannes Schwär und Silvio Schillinger mit der Silbermedaille zum Vize-Weltmeistertitel. Als Nationaltrainer freute sich Gerhard Spitz vom TZC Eschbachtal, auch für die deutsche Jugendmannschaft U 18, 560 Kilogramm, über Platz vier.

Als Eschbacher Vereinsmitglied startete Steffi Dold in Minhead, sie holte im erstmals zu einer Tauzieh-Europameisterschaft angetretenen MIX-Team 600 Kilogramm-Klasse (vier Damen, vier Herren mit jeweiligem Ersatz) zusammen mit den Teilnehmern der Tauziehfreunde Dietenbach, Kirchzarten, die Bronzemedaille. Mit vereinten Kräften zogen sich die Dreisamtäler zur Austragung der europäischen "Club Open" auf den 4. Rang (die BZ berichtete).

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Mit sportlich "nicht so großer Erwartung" reisten die jugendlichen WM-Teilnehmer nach England. "Das internationale Niveau übersteigt das der Bundesliga um einiges. Wir mussten bei jedem Zug sehr konzentriert sein, denn die gegnerischen Seiten waren sehr unterschiedlich", stimmten Hannes Schwär und Erstteilnehmer Silvio Schillinger überein. "Lehrreiche Eindrücke sammelten alle", so Gerhard Spitz. "Unter den 1450 registrierten Sportlern bis Ü 60 Jahre, die teils zwei- bis dreifach antraten, gab es stilistisch einiges abzuschauen; besonders, wenn ein Zug mehr als eine halbe Stunde dauerte."

Ortsvorsteher Bernhard Schuler unterstrich beim Empfang die Gesamtleistung des Vereines TZC Eschbachtal als ganzheitlicher Wegbereiter, "nachdem ich erlebt habe, wie der Verein auf den Nachwuchs eingeht und welche Kameradschaft herrscht". Vorsitzender Roland Mühl ist stolz auf die Eschbacher Erfolge als Aushängeschild für den Verein. Er betonte auch die positiven "Begleiterscheinungen": neue Erfahrung sammeln und Freundschaften knüpfen. "Die Jungen sind uns Alten voraus und haben sich in den vergangenen zehn Jahren besser entwickelt", zog er Bilanz. So liegt die Hoffnung auf dem Nachwuchs, "kommendes Jahr als Verein auch wieder national Tritt zu fassen".

Autor: Monika Rombach