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21. Juli 2008

Synode wählt Wolfgang Schmidt

Neuer Stellvertreter des evangelischen Dekans

  1. Die evangelische Stadtsynode wählte Wolfgang Schmidt zum neuen Dekanstellvertreter. Foto: Archivfoto

Die Suche nach einem Stellvertreter des evangelischen Dekans Markus Engelhardt im Kirchenbezirk Freiburg ist beendet: Am Samstag wählte die Stadtsynode (das örtliche Kirchenparlament) bei ihrer Sommertagung in der Zachäuskirche in Landwasser mit großer Mehrheit Pfarrer Wolfgang Schmidt (48) in dieses Amt. Weiteres Thema der Synode war die Einrichtung eines eigenen Stadtkantorates für die hauptamtlichen Kirchenmusiker.

Wolfgang Schmidt kann sein Amt als Dekan stellvertreter, für das ihn Markus Engelhardt selbst vorgeschlagen hatte, allerdings erst ab Februar 2009 antreten, da er im August 2007 ein lange geplantes Sabbathalbjahr beginnt. Für die Übergangszeit wird Pfarrerin Irene Leicht (Christuskirche und Erwachsenenbildung) vom Bezirksausschuss informell für die Vertretung eingesetzt. Pfarrer Schmidt leidet seit sechs Jahren die Evangelische Erwachsenenbildung (EEB) in Freiburg und ist seit zwei Jahren für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Südbaden zuständig.

Die hauptamtlichen Kirchenmusiker, so ein weiterer Beschluss der Synode, sollen künftig als Stadtkantorat in einem so genannten Gruppenamt zusammen gefasst sein. Damit wolle man im Leben der Kirche und der Stadt einen neuen kirchenmusikalischen Akzent setzten, erklärte Landeskantor Professor Carsten Klomp den mehr als 60 anwesenden Synodalen. Vorgesehen ist, dass die beiden bestehenden Gemeindekantorate in der Ludwigskirche (Herdern) und in der Christuskirche (Wiehre) in dem neuen Stadtkantorat aufgehen. Die hauptamtlichen Kirchenmusikerstellen bleiben jedoch an beiden Kirchen bestehen. Die seit Jahrzehnten gepflegte kirchenmusikalische Arbeit mit musikalischen Gottesdiensten, Chören, Orchestern, Organisten und Kinderchören soll uneingeschränkt fortgeführt werden. Neu ist nun, dass die bisherige Assistenzstelle des Landeskantors in eine unbefristete hauptamtliche Stelle (an der Ludwigskirche) aufgewertet wird. So entsteht mit dem Landeskantor plus zwei Kantoren für Pfarreien und Bezirk ein Drei-Personen-Kantorat, in dem der dritte Stelleninhaber sich verstärkt um die Begleitung der nebenamtlichen Kirchenmusiker sowie um die Aus- und Fortbildung und um die Beratung der anderen Predigtbezirke kümmern soll. Die Entscheidung über die anstehende Besetzung der ab November frei werdenden Kirchenmusikerstelle an der Christuskirche übertrug die Synode dem Personal- und Finanzausschuss. Damit könne das Besetzungsverfahren rasch weiter geführt werden, so die Überlegung.

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Außer der Wahl des stellvertretenden Dekans gab es bei der Stadtsynode auch noch weitere Wahlen. So besetzte das Gremium die Position des stellvertretenden Mitgliedes für die evangelische Kirche im Jugendhilfeausschuss der Stadt Freiburg mit Sabine Eschenburg vom Predigtbezirk Tiengen. Die Vorsitzende des Ortsältestenkreises gilt als Fachfrau für Fragen der Kindertagesstätten.

Zu bestimmen waren weiterhin die Vertreter der Stadtsynode für die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Freiburg. Hier wurden Gabriele Schächtele, Klaus Poser, Norbert Aufrecht, Pfarrer Martin Grüsser und Günter Hammer ohne Gegenstimmen berufen. Fünf weitere evangelische Delegierte waren bereits von den Ältestenkreisen der Pfarreien benannt worden. Außerdem nahm die Synode Kurzberichte von der Landessynode, vom Theologischen Ausschuss und zum Immobilienkonzept entgegen sowie über einen Studientag zum Thema "Die Verantwortung der Kirche als Marktteilnehmerin".

Autor: BZ