Teddybären in Not

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Di, 04. September 2018

Bahlingen

Kinder lernen bei der Ferienspielaktion des DRK-Ortsvereins in Bahlingen, wie sie in einem Notfall reagieren sollten .

BAHLINGEN. Ein Teddybär liegt vor dem DRK-Einsatzwagen, über einem zweiten liegt ein Fahrrad – mit diesen beiden Unfallszenarien übten neun Kinder bei der Ferienspielaktion des DRK-Ortsvereins das richtige Verhalten im Notfall. Vor der praktischen Anwendung stand aber zunächst die Theorie auf dem Programm.

Die Kinder probten, wie sie einen Notruf korrekt absetzen, einen Verletzten in die stabile Seitenlage bringen und wie sie einen Verband bei blutenden Wunden angelegen. Jeanette Danzeisen leitete die theoretische Einführung im DRK-Raum, bevor es draußen vor dem Rettungszentrum in den praktischen Teil zu den verunfallten Teddybären ging.

Simon Kaufmann, der Vorsitzende des Ortsvereins, übernahm die Gruppe, die das vermeintliche Opfer eines Autounfalls retten sollte. Henning Wissert betreute die Gruppe mit dem Teddybären, der als Opfer eines Fahrradunfalls herhalten musste. Als die Übung zu Ende war, wurden die Gruppen getauscht, sodass jedes der Kinder beide Unfallsituationen durchspielen konnte.

Wichtig war es den Rettungskräften, dass alle Kinder den korrekten Notruf absetzten. Dann gab es von der "Leitstelle" Tipps zum weiteren Vorgehen. War der plüschige Patient ansprechbar, wurde er auf die Trage gelegt, in die Garage gebracht und verbunden. War er dagegen nicht ansprechbar, legten ihn die Kinder in die stabile Seitenlage. Konzentriert, selbstbewusst und mit Begeisterung setzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anweisungen der "Leitstelle" um.

"Die Kinder sollen die erste Hilfe lernen, damit sie im Ernstfall keine Berührungsängste haben und wissen, was zu tun ist", erklärte Jeanette Danzeisen im Gespräch mit der Badischen Zeitung. Das Anlegen der Verbände machte dabei offensichtlich ebenso viel Spaß wie von den Helfern der Notfalldarstellung aus Emmendingen täuschend echt aussehende Verletzungen an Arm, Bein oder Kopf geschminkt zu bekommen.

Am Ende gab es eine Urkunde mit dem Titel "Fit in erster Hilfe" für die jungen Rettungshelfer – und neben einem Schlüsselanhänger auch einen kleinen Teddybären.