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07. August 2009

"Die positive Resonanz der Bürger bestärkt uns"

BZ-Interview mit Christoph Buck von der Kulturhausinitiative zum Stand der Dinge beim geplanten Kulturhaus in Todtnau

  1. Christoph Buck kämpft für ein Kulturhaus in Todtnau. Foto: Karin Maier

TODTNAU. Wie ist der Stand der Dinge in Sachen "Kulturhaus Todtnau" mit Platz für Musik, Geschichte, Kunst und Kommunikation unter einem Dach? Das wollte unsere Mitarbeiterin Karin Maier von Christoph Buck, einem Mitinitiator der Kulturhausinitiative, wissen.

BZ: Auf Ihrem Kulturhaus-Flyer ist das Lehrerwohnhaus als möglicher Standort für das Kulturhaus in Todtnau zu sehen. Die Stadt hat aber das Gebäude kürzlich anderweitig verkauft. Ist damit der Traum geplatzt?

Buck: Mit Sicherheit nicht. Das Lehrerwohnhaus war eine Option. Ob es letztlich der ideale Standort gewesen wäre, darüber sind sich auch die Mitglieder des Vereins für Heimatgeschichte bislang nicht einig geworden. Fast muss man von Glück sagen, dass so viele Gebäude in Todtnau leer stehen (grinst). Wir müssen allerdings aufpassen, dass uns nicht die anderen geeigneten Objekte auch noch vor der Nase weggeschnappt werden.

BZ: Sie meinen das landeseigene Forsthaus oder die Privathäuser Schwittay und Krumm?

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Buck: Beispielsweise, ja. An den Räumlichkeiten dürfte es letztlich nicht scheitern, dass die Kulturhausidee irgendwann umgesetzt wird.

BZ: Anfang Dezember 2008 hat sich Ihre Kulturhausinitiative mit dem Ziel vorgestellt, möglichst schnell 200 bis 300 Mitglieder für einen neu zu gründenden Verein als Nachfolger für den Verein für Heimatgeschichte zu finden. Dieser soll die Kulturhausidee tragen. Was ist daraus geworden?

Buck: Die Kulturhausidee soll eigentlich die Weiterentwicklung des Vereins für Heimatgeschichte sein, allerdings auf einer breiteren Basis. Wir haben inzwischen Kontakte in alle möglichen Richtungen und es gibt sehr viele Leute, die uns angesprochen haben und ihre Ideen umsetzen möchten. Die positive Resonanz aus der Bevölkerung bestärkt uns in unserem Vorhaben. Selbst wenn es in Kürze noch keine eigenen Räume geben sollte, könnten Veranstaltungen durchgeführt oder aber an wechselnden Orten einzelne Exponate gezeigt werden. So wird auf die Kulturhausidee aufmerksam gemacht man sieht, dass was passiert.

BZ: Für den Verein für Heimatgeschichte heißt es mit dem Abriss der alten Farb wieder einmal die Siebensachen packen. Wohin sollen die gesammelten Ausstellungsstücke umziehen?

Buck: Das ist die große Frage. Da ist auch ein Stück weit die Stadt gefordert. Auch andere Vereine haben von der Stadt Räumlichkeiten erhalten.

BZ: Die Stadt hat für ein Kulturhaus abgesehen von den Kosten für die Einrichtung jährliche Unterhaltungskosten von 5000 Euro errechnet. Zu viel Holz für einen kleinen Verein?

Buck: Die Unterhaltungskosten werden von der Verwaltung immer wieder als Argument vorgeschoben, vielleicht auch, weil man nicht so ganz hinter dem Vorhaben steht. In anderen durchaus auch vergleichbaren Bereichen werden immer wieder völlig bedenkenlos viel größere Beträge ausgegeben. Selbstverständlich ist es der Stadt nicht zuzumuten, ein solches Haus sachlich und personell selbst abzuwickeln. Hier ist ehrenamtliche Tätigkeit gefragt. Aber ganz ohne die Stadt geht es auch nicht. Die Stadt muss zu einer solchen Einrichtung ihren Beitrag leisten. Das ist in anderen Städten eine Selbstverständlichkeit. Wir sind der Meinung, dass es Wert ist, die Dinge nicht nur zu konservieren, sondern auch zu präsentieren. Und man sieht beispielsweise auch an der Resonanz auf den neuen historischen Rundgang, dass Interesse da ist. Es gilt, das kulturelle Leben im Ort zu fördern, denn das ist auch ein Stück Lebensqualität, insofern soll das Kulturhaus eine Einrichtung für Todtnau werden.

Weiter Informationen gibt es unter www.kulturhaus-todtnau.de

Autor: zubi