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16. Juni 2012

Gewölbekeller für alle

Gemeinderat Todtnau: Nochmals Investitionen, um den Keller unterm Rathaus nutzbar zu machen.

TODTNAU. Begeistert zeigte Bürgermeister Wießner im Todtnauer Gemeinderat, wie der Verein "Kulturhaus" den Gewölbekeller im Rathaus anlässlich der letzten Veranstaltung mit wenigen Mitteln schön gestaltet hatte. Um den Keller auch für andere Vereine zugänglich und als Versammlungsstätte tauglich zu machen, soll noch einmal Geld in die Hand genommen werden.

Einige Diskussionen gab es zur weiteren Ausgabe von 5700 Euro, da die SPD-Fraktion jede weitere Investition in den Keller ablehnte, die CDU-Fraktion sich jedoch dafür aussprach. Gerhard Burgath betonte, dass es viele städtische Gebäude gibt, die am Vergammeln sind, und dass überall gespart werde, aber hier ganz schnell 5700 Euro ausgegeben würden. Seine Fraktion sei bereits bei der ersten Abstimmung gegen die Ausgaben gewesen und halte auch heute daran fest. Zum Sicherheitsaspekt erklärte Bauamtschef Erich Steck, dass der Raum wegen seiner geringen Größe nicht unter die Versammlungsstättenverordnung falle, und es somit keine feuerpolizeilichen Vorschriften gebe. Rettungswege seien vorhanden.

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Christoph Buck (CDU) hob hervor, dass der Keller der einzige Raum im Rathaus sei, der noch nicht saniert ist, und weitere Maßnahmen hier nur konsequent seien. Auch müsse man den Gewölbekeller zusammen mit dem Pavillon im Rathausgarten als Ensemble sehen. Auch die Freien Wähler stimmten für die weitere Baumaßnahme. Gerhard Michler (Freie Wähler) erklärte, dass seine Fraktion zunächst dagegen war, man sich aber nun geeinigt habe, zum Wohl der Todtnauer Bürger für diese weitere Ausgabe zu stimmen. Mit 12 Ja-Stimmen und fünf Nein-Stimmen wurden weitere Arbeiten beschlossen, und auch, dass von Nutzern in Zukunft eine angemessene Pacht verlangt wird.

Die Hoffnung, dass mit der Sanierung der Bundesstraße 317 auch ein verkehrsgerechter Ausbau bei der Bushaltestelle in Schlechtnau durchgeführt werden könnte, zerschlug sich bedauerlicherweise, wie Bürgermeister Wießner erläuterte. Da jedoch eine Änderung dringend notwendig ist, auch weil sich der Kindergarten auf dieser Seite des Ortes befindet, wird zunächst für 1500 Euro Abhilfe geschaffen, um die Situation zu entschärfen und gleichzeitig ein Antrag für einen verkehrsgerechten Ausbau gestellt.

Gerhard Burgath monierte die Vorgehensweise bei der Sanierung der B 317. Angeblich müsse die Asphaltdecke immer "nahtlos" aufgetragen werden, weswegen die Strecke voll gesperrt wurde. Nun gebe es aber doch eine Naht auf der ganzen Strecke vor dem Fußballstadion.

Autor: Urike Jäger