Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

30. November 2010

Gute-Laune-Cowboys

Handsome Hank und Jungs begeistern mit tollen Country-Liedern.

  1. Handsome Hank beim Auftritt in Todtnau. Foto: Verena Wehrle

TODTNAU (vwe). Mit weißen Cowboyhüten und Westernstiefeln trat Handsome Hank mit seinen Lonesome Boys auf die blau beleuchtete Bühne im Gasthaus Sonne in Todtnau. Sie sahen aus, als kämen sie gerade angeritten aus einem Saloon von den Great Smoky Mountains in Tennessee. Schon gleich zu Beginn des Konzerts am Freitagabend, fühlte man sich wie in eine andere Welt versetzt. Die genialen Gitarrensounds, die an den wilden Westen erinnern und der Tonumfang von Frontman Sämi Schneider (Handsome Hank persönlich) trugen ihr Übriges dazu bei.

Veranstaltet hatte diesen besonderen Abend der Verein Kulturhaus Todtnau. "In dieser Familie liegt wohl viel Talent", so Monika Schneider, Vorsitzende des Kulturhaus-Vereins. Schließlich ist Handsome Hank der Sohn von Hans-Jörg Schneider, dem Autor der bekannten Hunkeler-Romane. Überwiegend Country-Sound präsentierten die fünf Jungs aus der Schweiz, aber auch Blue-Grass aus dem Ende der 40er Jahre von den Hügeln der Appalachen ließen die Musiker erklingen. Da wurde dann das Banjo ausgepackt und das Tempo ordentlich gesteigert. Schon gleich wurde klar: Die Fünf haben richtig Gaudi beim Musikmachen. Ihre Gute Laune übertrugen sie schnell an das Publikum. Da wurde mitgesungen, geklatscht, gepfiffen und gejubelt. "Es ist wie ein familiäres Beisammensein in der Stubete", fand Hank zum gemütlichen Abend im Gasthaus Sonne. Mit seiner sympathischen Stimme verwandelt Handsome Hank berühmte Klassiker, die Musikgeschichte schrieben, in Country-Versionen. Nur denkt man am Konzert, dass hier die Country-Version das eigentliche Original ist. Bei den lässigen Cowboys werden etwa "Paradise-City" von der Hard-Rock-Band "Gun"s N Roses", "Thriller" vom King of Pop Michael Jackson, aber auch "Sorry Mama" von Rapper Eminem zu Country vom Feinsten. Aber auch der Punk-Rock-Klassiker "Hey ho let"s go" von "The Ramones" wird kurzerhand zu einem Lied mit Banjo.

Werbung


Etwas Historisches erlebten die Zuhörer am Freitagabend, denn die Jungs hatten zum ersten Mal ihre nagelneuen Stücke aus ihrem noch nicht veröffentlichen Album mitgebracht. Darunter waren dann auch ganz eigene Kompositionen wie die wunderschöne und hochemotionale Ballade "Angel". Die Band hatte ganz große aber auch ganz kleine Instrumente mitgebracht, so spielt Frank Raymond am Kontrabass, während sich Jimmy Zimmermann an der Fiddle, an der Mandoline und an der Ukulele austobt. Besonders Zimmermann begeistert das Publikum mit seinen Soli und seinen flinken Fingern. Aufgrund der Jubelrufe der zahlreichen Zuschauer legten die Musiker dann auch noch eine zweite Runde ein.

Autor: vwe