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02. November 2010

Leuchtende Visionen

Bilder von Schwester Immolata Meyen in Schlechtnau.

  1. Schwester Immolata Meyen und ihr leuchtendes Werk Foto: Verena Wehrle

TODTNAU-SCHLECHTNAU (vwe). Zu einer ganz besonderen Ausstellung lädt der Kulturhausverein Todtnau derzeit ein. Schwester Immolata Irmgard Meyen, die bis zu ihrem elften Lebensjahr selbst in Todtnau wohnte, stellt in der Galerie Fischerhüsli in Schlechtnau aus. Die Vernissage ihrer Ausstellung "Vision Schöpfung" fand am Samstagmorgen statt. Etwa 80 Personen kamen, staunten und sorgten für ein volles Haus. Viele Freunde und Bekannte der Künstlerin aus ihrer damaligen Heimat waren auch zu Besuch. Betritt man die Galerie von Anneliese Wuchner wird man erst einmal überrumpelt von der unglaublichen Leuchtkraft der übergroßen Gemälde. Die Spachtel- oder Palett-Technik machen ihre Bilder umso wertvoller. Die Farbe wird mit einem Palettmesser aufgetragen, die Bildoberfläche ist in kleine Verästelungen aufgebrochen, dadurch werden die Farbtöne transparent. Die Bilder wirken räumlich, auch wenn sie es nicht sind. In ihren Bildern zeigt Immolata, Schwester des Franziskaner Ordens, eindrücklich welche unermessliche Schönheit und Fülle unsere Welt mit sich bringt, so Christoph Bartscherer in seiner Laudatio. Die Künstlerin beschreibe den Schöpfungsakt und mit ihm das innerste Wesen des Göttlichen überhaupt. Bartscherer trug zur Ausstellung Gedichte von Heinrich Heine und Hermann Hesse vor und seine Frau Bony Palm setzte am Piano Immolatas Schaffen ins Musikalische um. Schlechtnaus Ortsvorsteher Paul Gutmann hat, als er das Gebäude betrat, gedacht: "Einfach genial" und freute sich, dass so etwas in einem kleinen Ort wie Schlechtnau überhaupt stattfindet. Auch die Künstlerin selbst freute sich, dass sie in den heimatlichen Gefilden ausstellen kann.

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Kurzinfo: Die Ausstellung in der Galerie Fischerhüsli in Schlechtnau ist noch bis zum 6. Januar, immer sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Besichtigungen Tel. 07671/1374 oder 07671/420.

Autor: vwe,bz