MHTG-Riege leistet sich zu viele Fehler

Jochen Dippel

Von Jochen Dippel

Mo, 17. Oktober 2011

Turnen

Geräteturner verlieren dritten Saisonkampf in der zweiten Liga gegen den KTV Ries mit 31:44.

GERÄTETURNEN. Der erste und zugleich letzte Ausflug der Geräteturnriege des Markgräfler Hochrhein Turngaues (MHTG) von Weil nach Lörrach hat sich durchaus gelohnt. Zumindest was Kulisse und Atmosphäre in der Neumattschulhalle betrifft. Erneut sorgten rund 170 Zuschauer für prächtige Stimmung und geizten nicht mit lautstarker Anfeuerung. Gleichwohl mussten sich die Gastgeber auch bei ihrem dritten Auftritt in der zweiten Bundesliga geschlagen geben. Gegen den KTV Ries setzte es eine klare Niederlage mit 31:44 Scorerpunkten. Immerhin sicherte sich der MHTG zwei Geräte, den Sprungtisch und den Barren.

Beinahe hätte es auch noch zum Gewinn des Recks gereicht. Doch hatte Ingo Nageleisen einige Probleme bei seiner Übung, während sein direkter Kontrahent Mark Ramseier, der mit 18 Punkten Topscorer war, als Schlussturner mit einem schwierigen und zugleich sauberen Vortrag mit zwei Flugteilen, einarmigen Riesenfelgen und einem Doppelsalto gestreckt als Abgang glänzte. Dadurch verloren die Gastgeber auch das Reck mit 8:9.

Doch daran lag die Niederlage nicht. "Wir haben wieder zu viele Fehler gemacht, während Ries fast fehlerlos durchturnte", resümierten die MHTG-Trainer Denis Bär und Patrik Ambauen. Dennoch sieht Ambauen seine Riege auf gutem Weg. "Es gibt eine kontinuierliche Steigerung. Und die beiden wichtigsten Wettkämpfe kommen jetzt noch, die wollen wir unbedingt gewinnen." Mut macht dem Aufsteiger auch der Gästecoach. "Der MHTG hat eine sehr gute junge Mannschaft, die viel Perspektive besitzt und sich sicher in der zweiten Liga hält", lobte Wolfgang Eichmeier. "Trotz eines Autobahnstaues und einer fünfeinhalbstündigen Anreise haben wir heute einfach sicher und sauber geturnt – das machte den Unterschied."

Ähnlich sah es Sandro Dathe, der einen hervorragenden MHTG-Sechskampf absolvierte: "Ries turnt seit 25 Jahren in der zweiten Liga, ist stets vorne dabei, während wir Aufsteiger sind, deshalb sind wir nicht enttäuscht über die Niederlage, auch wenn wir wieder einige Fehler zu viel gemacht haben." Mit sich selbst war er zufrieden. "Grobe Fehler waren nicht dabei, mehr geht momentan nicht."

Höchst betrübt war indes Roland Häuptli. Der Schweizer, der für seinen Landsmann Markus Setz turnte, hätte sich einen besseren Einstand gewünscht als gleich drei verpatzte Übungen. "Es fehlt nicht viel, aber studienbedingt habe ich nicht so viel trainiert. So fehlt es an der nötigen Kraft und daran, die einzelnen Elemente in den Übungen zu verbinden. Ich hoffe, dass mir das in den nächsten zwei Wochen gelingt." Tatsächlich erwischten die Gastgeber keinen guten Start, verloren schon den Boden mit 3:8 ebenso deutlich wie danach Seitpferd (4:9) und Ringe (2:8). "Dadurch kamen wir gleich unter Druck."