Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

13. Juni 2013

Kunst

Neue Steinskulptur auf der Schelinger Höhe

Der ewige Kreislauf der Elemente: Künstler errichten Sandsteinskulptur auf der Schelinger Höhe.

  1. Auf der Schelinger Höhe hat der Bildhauer Joachim Bihl (rechts) gemeinsam mit Vogtsburgs Bürgermeister Gabriel Schweizer das Kunstwerk „Baum der Elemente“ enthüllt. Foto: Claudia Müller

VOGTSBURG-SCHELINGEN. Wer zur kleinen Anhöhe oberhalb der Schelinger Matten aufsteigt und aus dem Wäldchen tritt, dem eröffnet sich ein herrlicher Blick über die Weinterrassen des Kaiserstuhls, nach Freiburg und zu den Vogesen auf der anderen Rheinseite. Diese besondere Stelle markiert nun eine symbolträchtige Sandsteinskulptur, sie ist Zierde und Denkmal zugleich. Das Kunstwerk "Baum der Elemente" wurde vom Eichstetter Bildhauer Joachim Bihl gefertigt, aufgestellt hat es der Verein Kunst, Natur, Kaiserstuhl.

Das Werk ist aus drei Teilen zusammengefügt, die ineinander übergreifen und Wurzel, Stamm und Krone des "Baumes der Elemente" darstellen. In den roten Sandstein sind feine Symbole eingearbeitet, die gemeinsam auf den ewigen Kreislauf der Elemente und damit des Lebens verweisen. Die Bildsprache ist einfach verständlich und zugleich dekorativ. So symbolisieren Blütenblätter, die am Sockel des Kunstwerkes aus dem Fragment eines Totenschädels emporwachsen, den natürlichen Zusammenhang von Verfall und der Entstehung neuen Lebens. Das Relief einer Eiche weist noch einmal auf den Namen des Kunstwerks hin.

Werbung


Als erstes Element ist das Wasser dargestellt, das Feuer ist als Sonne vertreten. Ein eingelassener Quarzit wird zum Sinnbild der Erde, die für den Künstler Bihl sowohl nährende Mutter als auch blauer Planet und Edelstein im Weltall ist. Die Luft schließlich wird durch ein Gesicht bildlich gefasst, das mit aufgeblasenen Backen Wind pustet.

In den Sandstein gehauene Worte ergänzen diese Symbole und regen zum Nachdenken an. So wird das Wasser mit "Ursprung" in Verbindung gebracht, zur Erde gehört die "Achtsamkeit". Luft wiederum wird zum "Atem der Zeitalter", was darauf verweisen soll, dass jeder Atemzug bereits zuvor von ungezählten Wesen vor uns ein- und wieder ausgeatmet wurde.

"Die Skulptur ist zum Schauen, Staunen und Nachdenken aufgestellt", erläuterte Helmut Schöpflin, Vorsitzender des Vereins Kunst, Natur, Kaiserstuhl. Für Bihl ist das Werk eine Antwort auf sein früheres Objekt "Stille ist der Schlüssel zum Geheimnis der Natur", das einige Meter unterhalb an der Robert-Meier-Hütte steht. Der "Baum der Elemente" soll dieses Geheimnis nun direkt ansprechen.

Die Skulptur ist das dritte Projekt des Kunstvereins

Mit der Skulptur auf der Schelinger Höhe hat der junge Verein sein drittes Projekt umgesetzt. Das Kunstwerk "Taube flieg" wurde im vergangenen Jahr auf der Teufelsburg in Kiechlinsbergen aufgestellt, das Objekt "Ich Narr vergaß die Zauberdinge" zur diesjährigen Fasent auf dem Breisacher Münsterberg enthüllt. Die Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, der Natur des Kaiserstuhls mit Kunstprojekten zusätzliche Akzente und eine besondere Schönheit zu verleihen.

Für Vogtsburgs Bürgermeister Gabriel Schweizer, der die Skulptur auf der Schelinger Höhe als Schirmherr gemeinsam mit dem Künstler enthüllt hat, sorgt die Arbeit des Vereins für eine Aufwertung der Kaiserstühler Landschaft. "Kunst ist ein nicht zu unterschätzender weicher Standortfaktor, und zwar sowohl für die Gäste als auch für die hier lebenden Menschen", sagte er. So würden die touristische Vermarktung unterstützt und ein Begegnungsort geschaffen.

Kontakt: E-Mail knk-mail@t-online.de oder im Internet unter kunst.natur.kaiserstuhl.de

Autor: Claudia Müller