Blickwinkel, Standort, Licht

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 28. Oktober 2016

Waldkirch

Ein Sonntagvormittag im Georg-Scholz-Haus: Vernissage der Ausstellung von Verena Fuchs .

WALDKIRCH. Rund 100 Gäste aus dem Elztal und Freiburg konnte Brünhild Zinger vom Vorstand des Kunstforums am vergangenen Sonntag zur Vernissage der Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Verena Fuchs begrüßen.

Gisela Sick war anwesend und mit Friedel Scholz hätte man gerne noch auf ihren jüngst begangenen 100. Geburtstag angestoßen. Leider ist sie unglücklich gestürzt, herzliche Genesungswünsche gingen deshalb an sie ins Krankenhaus.

Zu den Landschaftsbildern der Freiburger Künstlerin Verena Fuchs passten sehr stimmungsvoll die Darbietungen der Sopranistin Dorothea Rieger (Sopran) und des Pianisten Lutz Kettnaker. Sie trugen einfühlsam-romantische Kompositionen von Paul Graener ("Lönslieder") und Philipp zu Eulenburg ("Rosenlieder") vor.

Franz Armin Morat führte ins Werk ein

Franz Armin Morat vom Morat Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg führte in das Werk von Verena Fuchs ein. Morat, der seit vielen Jahrzehnten mit der Stadt Waldkirch verbunden ist – die ersten Veröffentlichungen des Instituts wurden noch in der Waldkircher Verlagsgesellschaft gedruckt – und der in launigen Worten über seine erste Bekanntschaft als damals zwölfjähriger Bub mit dem bekannten Waldkircher Künstler Rudolf Riester berichtete, war äußerst beeindruckt von der Virtuosität und dem Können der ausstellenden Künstlerin, deren jahrelange Unbeirrtheit am Festhalten ihrer Ausdrucksweisen und Thematiken, abseits neuer Trends und Stile, er besonders betonte. Ganz nebenbei, aber umso eindringlicher hielt Morat eine kleine Lehrstunde in kunstwissenschaftlicher Betrachtungsweise für die Besucher: Kunstwerke seien immer aus verschiedenen Blickwinkeln und Standorten und bei unterschiedlichem Licht – möglichst aber immer natürlichem Licht – zu betrachten. So forderte er am Schluss seiner frei gehaltenen Rede die angeregten Besucher auf, die Ausstellung ruhig öfter zu besuchen, was das Kunstforum natürlich sehr freuen würde.

Nach einem letzten Musikstück verweilte man noch lange im Haus, im Café, vor den Bildern, bei Gesprächen.

Zu sehen sind die Arbeiten von Verena Fuchs übrigens noch bis einschließlich Sonntag, 27. November, und zwar immer am Freitag und am Samstag von 15 Uhr bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 Uhr bis 16 Uhr. Auch am Feiertag Allerheiligen am kommenden Dienstag, 1. November, ist die Ausstellung geöffnet – von 13.30 Uhr bis 16 Uhr ist an diesem Tag die Künstlerin anwesend.

Heute Abend: Bereits heute, Freitag, 28. Oktober, gibt’s im Georg-Scholz-Haus " Kunst im Dialog", Beginn 20 Uhr, Moderator ist Dr. Ehrhard Sachs, und am Samstag, 29. Oktober eine Schreibnacht mit Roland Burkhart unter dem Motto "Vom Bild zum Text zum Bild", Beginn ebenfalls 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.