Burghexen freuen sich wieder über neue Anwärter

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 20. April 2016

Waldkirch

Im September soll ein historisches Fest auf der Kastelburg stattfinden, für die die Burghexen auch bauliche Arbeiten übernehmen.

WALDKIRCH (hbl). Finanziell gesund und nicht nur zur Fasnet aktiv ist die Narrenzunft Waldkircher Burghexen. Als Höhepunkt im vergangenen Vereinsjahr bezeichnete der Vorsitzende Manfred Göpfrich in der Jahreshauptversammlung beispielsweise auch die Beteiligung am Historischen Marktplatzfest. Vorsitzender Manfred Göpfrich ging auch kurz auf die diesjährige, schöne Fasnet ein und lobte dabei die Junghexen.

Die 1973 gegründete Zunft der Burghexen umfasst heute 54 Mitglieder, davon 49 aktive Hexen und fünf "Altershexen". Nachwuchs drängt nach und so wurden zwei Hexenanwärter zur Aufnahme gewählt und zwei neue Anwärter bewilligt, sie sich nun ein Jahr lang bewähren sollen.

Was im vergangenen Jahr so alles ablief, darüber hatte der Vize-Vorsitzende Markus Haberstroh Buch geführt. Fest zum Jahresbestandteil gehören die Mai- und Vatertagswanderung, die Teilnahme am Stadtfest, ein Zeltlager, die Teilnahme an der Ferienspielaktion der Stadt, der "Wirtschaftskontrolldienst" und die Weihnachtsfeier. Hervorzuheben war ein Ausflug nach Bad Cannstatt und vor allem das Historische Marktplatzfest des Fanfarenzugs Schwarzenberger Herolde, bei dem sich die Burghexen gleich zweimal aktiv beteiligten: Zum einen nahmen sie am Wagenradziehen teil und zum anderen engagierten sie sich als "Blutzapfen" im neuen Kinderbereich.

Diese Erfahrung vom Mittelalterfest will die Waldkircher Narrenzunft nun auf "ihrer" Burg nutzen: Am 25. September will sie ein historisches Fest auf der Kastelburg veranstalten. Manfred Göpfrich warb schon jetzt um Mithilfe.

Seit einem Jahr haben die Burghexen die Verantwortung von "Kastelburg in Not" übernommen. Als Sprecher dieser neuen Gruppe berichtete Günther Grötzbach über die anstehenden Arbeiten auf der Burg. Die Behebung eines Regenwasserproblems erfordere einen etwas größeren Aufwand an den Einsatztagen auf der Burg. Im unteren Burghof müsse man die Mauer von innen her ausfugen. Mit Elan und Tatkraft wollen sie durch ihre Aktivitäten erreichen, dass die Kastelburg weiterhin erhalten bleibt und leben wird. Ein Teil des Erlöses vom Fest auf der Kastelburg im September soll an den Heimat- und Geschichtsverein Waldkirch gehen.

Finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen, wie aus dem Bericht des Kassierers Jürgen Guthier hervorging. Allerdings schloss die Kasse mit einem leichten Minus ab, trotz eines guten Stadtfestergebnisses.

Wahlen: Unter der Wahlleitung vom Vorsitzenden Manfred Göpfrich stand auch einige Wechsel an, weil zwei Vorstandsmitglieder ausscheiden mussten. Für Benjamin Schätzle wurde Matthias Leimenstoll zum neuen Pressewart gewählt und René Müller übernimmt von Daniel Schätzle das Amt des stellvertretenden Materialwartes. Zur Vervollständigung des sogenannten Fünferrates wurden Marius Schülli und Sandro Fesenmeier als "Rotationshexen" in den Vorstand gewählt.