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Von hd

Fr, 17. Februar 2017

Waldkirch

"Hoffnung für Kinder" legt das Anfangskapital in zwei Fonds für zwei Kinder aus dem Elztal, damit diese operiert werden können.

WALDKIRCH (hd). Der Verein "Hoffnung für Kinder(HfK) im Elztal und den Seitentälern" unterstützt die beiden Familien Göktas und Yali, deren beider Söhne, Bahoz und Baran, unter einer sehr seltenen Erbkrankheit, der sogenannten "Tibiadysplasie" leiden, und bittet deswegen auch die Bevölkerung um Unterstützung.

Bahoz ist zwei Jahre alt und hat starke Fehlbildungen an seinen Unterschenkeln. Der linke Fuß ist stark verkrümmt, zu schwach um zu stehen und zu gehen, auch das Knie ist nicht stabil. Am rechten Bein laufen Wadenbein und Schienbein nach unten schräg auseinander, statt sich im Fußgelenk zu treffen. Zudem fehlt ihm dort auch das Sprunggelenk. Bahoz kann nur mit Orthesen an beiden Beinen und mit Hilfe eines Mini-Rollators gehen. Seit seiner Geburt waren unzählige Arztbesuche und einige Operationen notwendig, leider ohne den erhofften Erfolg. Der Empfehlung zu folgen, den linken Fuß zu amputieren, kommt für die Familie nicht in Frage. Ihr größter Wunsch ist es, dass ihr Sohn künftig ohne Hilfsmittel gehen kann und wie andere Kinder laufen, rennen und hüpfen kann.

Ähnlich ist die Situation bei dem zwölfjährigen Baran. Auch er hat schon mehrere Operationen hinter sich und kann nur dank der Prothesen gehen.

Da es in Deutschland kaum Ärzte gibt, die Erfahrungen auf dem Gebiet der Tibia-displasie haben, machte sich die Familie auf die Suche nach einem Spezialisten. Diese Erbkrankheit kommt nur bei einer von einer Million Geburten vor. Sie fanden den US-amerikanischen Arzt Dror Paley, der weltweit erfahrenste Arzt im Bereich der Extremitätenrekonstruktion, der bereits hunderte Kinder weltweit operiert hat. Paley untersuchte Bahoz und Baran in Hamburg und sicherte zu, dass die Beiden nach der Operation auf ihren Beinen stehen und ohne teure Hilfsmittel gehen könnten. Die Behandlungskosten durch Dr. Paley in den USA belaufen sich pro Kind auf 200 000 Dollar, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Deshalb bitten die Familien um Unterstützung.

Der HfK-Vorstand traf sich kürzlich mit den Familien um Maßnahmen für deren weitere Unterstützung zu besprechen. Man war sich einig, für die Hilfsaktion mit einem Flyer, in dem die Familien und Kinder vorgestellt werden, zu werben. Zudem versucht der Verein, weitere Multiplikatoren durch Prominente und verschiedene Medien zu gewinnen. Die beiden Familien haben für die beiden Kinder jeweils einen Stiftungsfonds gegründet, in den der Verein "Hoffnung für Kinder im Elztal" nun ein Anfangskapital von 5000 Euro pro Kind einbezahlt.

Auch der Erlös aus der Versteigerung der Originalvorlage für den diesjährigen Fasnetstaler durch die Waldkircher Burghexen (wo HfK-Chef Manfred Göpfrich ebenfalls Vorsitzender ist, da HfK vor Jahren auf Initiative der Burghexen entstand) fließt in die Fonds für die beiden Kinder ein. Die Versteigerung findet am Samstag, 18. Februar, 11.11 Uhr auf dem Waldkircher Wochenmarkt statt.

Info: Wer ebenfalls helfen will, kann sich hier beteiligen: Stiftungsfonds Haus des Stiftens GmbH München (Infos unter http://www.haus-des-stiftens.org

Stiftungsfonds Familie Göktas "Helft Bahas auf die Beine": Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE76.700.2050.0502.7041.700. Stiftungsfonds Familie Yali: IBAN: DE08.700.2050.0502.7043.700.