Klappe 11 auf Wolke sieben

Karin Heiß

Von Karin Heiß

Fr, 11. März 2011

Waldkirch

Das Kommunale Kino hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich – und noch viel vor sich.

WALDKIRCH. Personell hat sich im Vorstand des Kommunalen Kinos "Klappe 11" kaum etwas verändert, aber Ämter wurden umbesetzt und es gibt eine neue Beisitzerin: Merit Flad ist nun für den Jugendbereich zuständig. Das ergab die Neuwahl bei der Hauptversammlung des Kinovereins. Zudem wurde das Kinoprogramm für Frühjahr und Sommer vorgestellt (siehe unten) und auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückgeblickt.

Das Team aus drei Vorsitzenden wird nun von Alexander Schoch, William Cuthbertson und Maria Herr gebildet, die vorher Beisitzerin war. Die vorherige Vorsitzende Christine Braß ist nun Beisitzerin und weiterhin für Programm und Kommunikation zuständig. Kassierer bleibt Renée Frings noch für ein Jahr, unterstützt wird er bei dieser aufwendigen Tätigkeit weiter von seiner Frau Hilde, die auch Beisitzerin ist. Beide haben schon eine Nachfolgerin im Auge, die aus dem Finanzwesen kommt und bereits Mitglied ist. Sie hat laut Frings Interesse mitzumachen, und werde im nächsten Jahr eingearbeitet. Kassenprüfer bleiben Christian Bühler und Dorothee Urbach, Beate Schoch bleibt Schriftführerin. Weitere Beisitzer mit bestimmten Aufgaben sind: Susanne Cuthbertson (Interne Angelegenheiten), Ralf Nothacker (Technik) und Rüdiger Jobst-Schräder (Bausachen).

Kurz und knackig präsentierte William Cuthbertson den durchweg positiven Geschäftsbericht: "Es war schon wieder ein sehr gutes Jahr. Mehrmals mussten wir Leute wegschicken, weil kein Platz im Kino mehr war." Durchschnittlich wurden pro Veranstaltung 53 Besucher gezählt. Mit 245 sei der Mitgliederstamm etwas gewachsen. Viel Spaß und auch Arbeit habe das Kinderjubiläumsfest gemacht, das unter dem Motto "Wickie und die Wikinger stand". Neu im Programm und gut angenommen worden sei das Krimi-Dinner mit einem Film von Sherlock Holmes und Essen von Albert Wehrle.

Auch investiert wurde wieder: Nun schaffen runde Tische ein schöneres Ambiente im Vorführraum, und im Getränkehäuschen brauchen die Kästen nicht mehr kriechend heraus geholt zu werden. Unter Regie von Rüdiger Jobst-Schräder wurde dort beherzt umgebaut. Christian Bühler dankte der Vorsitzende für die "Unterstützung und Beratung, insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen".

Die Investitionen schlagen sich natürlich in der Kasse nieder. Renée Frings stellte bei seiner Jahresrechnung "den zweiten Verlust hintereinander fest". Es gäbe zwar noch ein Guthaben, doch appellierte er an die Vorstandskollegen, Events wie das Krimi-Dinner, die mehr kosten als einbringen, anders zu kalkulieren. Außerdem würde die Gema, seit die Niederlassung in Stuttgart und nicht mehr in Augsburg zuständig ist, sehr viel genauer hinschauen, obgleich es sich um ein kommunales Kino handele. "Sie schauen sich regelmäßig die Homepage und Zeitungsberichte an, ob Bands eigene Stücke bringen. Wir müssen die Musik angeben, die vor und nach einem Film läuft." Beruhigend konnte er aber hinzufügen: "Wir haben einen Tarifvertrag gefunden, der auf uns passt. Damit können wir die Vergnügungssteuer abziehen." Doch all das mache viel Arbeit. Damit begründete der Kassierer, das er das Amt in absehbarer Zeit abgeben möchte, sich aber wie erwähnt um die Nachfolge kümmert.