Kleider und Textilien für Menschen mit wenig Geld

Gabriele Zahn

Von Gabriele Zahn

Mi, 01. Februar 2017

Waldkirch

Kleiderladen Waldkirch nun in der Lange Straße 97.

WALDKIRCH (zg). Seit April 2015 hat der Kleiderladen Waldkirch mehr als 40 000 Teile gegen einen geringen Betrag an Bedürftige abgegeben. Nach dem Umzug in hellere und größere Räume eröffnete der Verein Kleiderladen Waldkirch e.V. nun im Beisein politischer Prominenz in der Lange Straße 97 sein neues Geschäft.

Menschen mit geringem Einkommen, mit Minirente und Arbeitslose, aber auch Menschen in akuten Notsituationen sind froh, dass es den Verein Kleiderladen Waldkirch und sein Angebot an gespendeten Kleidern und Haustextilien gibt. Seit der Eröffnung im April 2015 in der Lange Straße 94 wird der Kleiderladen jeden Tag von der Bevölkerung mit Spenden bedacht. Die Spenden werden sortiert und für den Verkauf vorbereitet. Geringe fünf Prozent können nicht verwendet werden und werden einem Kleidercontainer zugeführt. Ware, für die sich niemand interessiert oder Überschüsse werden zum Verschicken an Bedürftige in Rumänien weitergegeben. Mehr als 40 000 Teile wurden seit Beginn des Kleiderladens gegen einen geringen Betrag an Bedürftige abgegeben. Die Vereinsvorsitzende Jutta Beckmann berichtete, dass der Kleiderladen nicht nur von Privatpersonen Spenden erhalte, sondern auch von Kleider- und Schuhgeschäften sowie von Kindergärten und Schulen.

Der Kleiderladen-Verein hat derzeit 50 Mitglieder sowie weitere Helfer. 25 Mitglieder garantieren den kontinuierlichen Betrieb des Ladens. Zudem hat der Verein drei gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge geschaffen. Die Flüchtlinge helfen bei allen anfallenden Tätigkeiten, dolmetschen und verbessern ihre Deutschkenntnisse. Kooperationen unterhält der Kleiderladen-Verein mit dem Sozialdienst katholischer Frauen, der Wabe, dem Tafelladen, der Computertruhe und der Lebensgemeinschaft am Bruckwald. Von den Einnahmen durch den "Verkauf" der Kleiderspenden werden Strom, Versicherungen, Einrichtung, Reparaturen, Büromaterial und Reinigung bezahlt. Die Miete wird auf Beschluss des Stadtrats von der Stadt übernommen. Überschüsse des Vereins gehen an die Stadt zurück.

Zur Eröffnung des nun größeren Kleiderladens in der Lange Straße 97 waren die Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle und Alexander Schoch gekommen, Stadträte, Vertreter befreundeter Vereine, Nachbarn und viele weitere geladene Gäste. Die neuen Räume seien sehr ansprechend geworden, sagte Oberbürgermeister-Stellvertreter Klaus Detel. Er bat die Bevölkerung, den Kleiderladen Waldkirch auch weiterhin mit Spenden zu unterstützen. Der Kleiderladen leiste für die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag, sagte Wabe-Geschäftsführer Frank Dehring, denn es gebe Menschen, die sich nicht einmal das Nötigste leisten können. Friedhelm Wölker vom Tafelladen und Anita Beck-Friedrich vom Sozialdienst katholischer Frauen gratulierten zu den schönen hellen Räumen. Beck-Friedrich erinnerte daran, dass der Sozialdienst katholischer Frauen ein Babykleiderlager unterhält. Dort werden Kleider bis Größe 104 abgegeben. Kindergrößen ab 116 sind im Kleiderladen erhältlich. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Ursula Disch, die auf ihrem Akkordeon traditionelle Musik spielte.

Info: Der Kleiderladen Waldkirch in der Lange Straße 97 hat dreimal pro Woche geöffnet: mittwochs 10 bis 13 Uhr, donnerstags 14 bis 17 Uhr und freitags 13 bis 16 Uhr. Informationen, welche Art von Kleidung am dringendsten gebraucht wird, sind verfügbar auf http://www.kleiderladen-waldkirch.de Ganz besonders mangelt es an Männerschuhen. Gesucht wird auch ein Besenschrank für die Ausstattung des Kleiderladens.