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16. Dezember 2014

Melodien für die Menschlichkeit

Beim 19. Adventskonzert zugunsten der BZ-Aktion Weihnachtswunsch sangen und spielten Musiker für einen guten Zweck.

  1. Akkordeon Club Waldkirch Foto: Gerda Oswald

  2. Adventskonzert Waldkirch; Heinz Jäger an der Orgel. Foto: Gerda Oswald

  3. Adventskonzert Waldkirch mit Organist Stephan Ronkov, Trompeter Siegfried Wölfle und Posaunist Achim Hoch (von links). Sie eröffneten und beschlossen das Konzert. Foto: Gerda Oswald

  4. Adventskonzert Waldkirch; A-Capella-Chor Kenzingen. Foto: Gerda Oswald

WALDKIRCH. Musik, die aus dem Herzen kommt und Not lindert, erlebten die Besucher des 19. Adventskonzerts der Badischen Zeitung in der St. Margarethenkirche zugunsten der Aktion Weihnachtswunsch. Zum vierten Mal organisierte Christian Ringwald dieses erfolgreiche Konzert und die Musiker spielten und sangen für die hilfsbedürftigen Menschen aus unserem Umfeld und sammelten so rund 3400 Euro.

Neben all den Zahlen ist es vor allem die Solidarität und Mitmenschlichkeit der Musiker und zahlreichen Besucher, die den Weihnachtsgedanken direkt vor Ort leben. "Es dient, wie in all den Vorjahren, der Linderung der versteckten Not im Landkreis", begrüßte Gerhard Walser, Leiter der BZ-Lokalredaktion in Emmendingen die Gäste. Es helfe Kindern und älteren Menschen in der Nachbarschaft, Kranken und immer mehr sozial benachteiligten Menschen, die mit ihrem geringen Einkommen nicht zurechtkämen. "Im vergangenen Jahr wurde dank Ihrer Großzügigkeit mehr als 450 Weihnachtswünsche erfüllt", erläuterte Walser.

Musikalisch freudig und machtvoll begrüßt wurden die Besucher in der komplett besetzten Stiftskirche von Stephan Ronkov an der Orgel, Achim Hoch an der Posaune und Trompeter Siegfried Wölfle von der Empore aus.

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Mit dem gefühlvollen Spiel von Oscar Javelot an der Panflöte und dem Pianisten Benedikt Weigmann war ein passendes Fundament für die Sängerin Bettina Ankermann geschaffen. Sie hatte mit ihrer Ausstrahlung und einer warmen, innigen Stimme die Zuhörer gleich in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzt. Genau so wohlig wie im Arm eines Engels, den sie besang. Das Trio überzeugte auch im zweiten Teil des Konzerts mit Musik, die aus dem Herzen kam.

Als Meister seines Fachs auf Landesebene gefiel Sebastian-Alexander Flohr am Akkordeon mit nuancenreichem Spiel. Die Melancholie der russischen Seele war in seinem Stück spürbar. Aber auch immer wieder durchdrungen von einer ungestümen Hoffnung – fragil, wie eine Eisblume.

Heinz Jäger überraschte anschließend an seiner Drehorgel mit einer eigens arrangierten Melodie für das Adventskonzert.

Mit "Velvet Morning" kam eine junge Variante ins Programm. Valentin Drayer aus Glottertal und sein Studienfreund Matthias Kledt sangen und spielten auf der Gitarre. Die beiden Eigenkompositionen "You come in to my Life" und "Flieg mit dem Wind" gefielen genauso wie der Mottosong der 72-Stunden-Aktion aus dem Jahr 2013: "Himmel". Es wurde etwas rockiger, die Lieder brachten Hoffnung, Kraft und viel Lebensfreude und passten ganz wunderbar. Nach einem mächtigen Orgel-Solo von Stephan Ronkov präsentierte sich der A-Cappella-Chor Tonart Kenzingen von Ekkehard Weber mit feinem Chorgesang. Gerade bei "scheinbar einfachen Weisen", wie "Leise rieselt der Schnee", konnten sie ihr Können sehr deutlich zeigen. Dieser Weihnachtsklassiker tat gut und die Besucher waren dankbar dafür, wie sie später im Gespräch sagten. Es fühlte sich für sie so nach Heimat und daheim an.

Der Akkordeon-Club Waldkirch setzte mit Dirigentin Andrea Rappenecker ein akzentreiches Bild der aufgehenden Sonne in den Bergen. Mit weicher Harmonie und Kraft überzeugten sie bei ihren Stücken.

Zwischen den einzelnen Liedern rezitierte Peter M. Ritter Gedichte, welche in die stille Zeit des Advents und die freudige Erwartung der Geburt Christi einstimmten. Akzentuiert und doch nicht aufdringlich, verstärkte er die Botschaft der Nächstenliebe.

Wie schon immer spielten die Künstler ohne Gage und das gespendete Geld fließt zu 100 Prozent an die hilfsbedürftigen Menschen, welche von der Liga der freien Wohlfahrtspflege gemeldet werden.

Mitwirkende Künstler: Siegfried Wölfle (Trompete), Achim Hoch (Posaune), Stephan Ronkov (Orgel), Oscar Javelot (Panflöte), Benedikt Weigmann (Piano), Bettina Ankermann (Gesang), Sebastian-Alexander Flor (Akkordeon), Heinz Jäger, Velvet Morning: Valentin Drayer und Matthias Kledt, der A-Capella-Chor Tonart Kenzingen, der Akkordeonclub Waldkirch und als Rezitator Peter M. Ritter.

Autor: Gerda Oswald