Neustart perfekt gelungen

Annette Pitz-van Ahlen

Von Annette Pitz-van Ahlen

Mi, 17. Januar 2018

Waldkirch

Kunstforum Waldkirch feiert grandioses Einweihungswochenende in seinem neuen Domizil im Bürgerhaus an der Schlettstadtallee.

WALDKIRCH. Mit einer solchen Vielzahl von Besuchern hatte man nun wirklich nicht gerechnet, die am Wochenende vom 12. bis 14. Januar die neuen Räume und die Mitgliederausstellung des Kunstforums in Waldkirch besucht haben. An die 300 Interessierte haben das neue Domizil in der Schlettstadtallee 9 in diesen Tagen aufgesucht.

Und was gab es da nicht Alles?! Eine gelungene Vernissage am Freitagabend mit einer profunden und kenntnisreichen Einführung in die Ausstellung durch den Ex-Oberbürgermeister Richard Leibinger, mit einem von Stadtrat Klaus Detel übermittelten Grußwort des leider verhinderten OB Roman Götzmann, in dem er die Bedeutung und Wichtigkeit des Kunstvereins und die Erleichterung der Stadt über dessen Fortbestehen herausstrich. Das Ganze wurde musikalisch umrahmt von Schülern der Musikschule auf Harmonika und Marimbaphon und komplettiert durch ein von den Künstlern gespendetes Buffet und diverse Getränke.

Auch an den beiden Folgetagen strömten die Besucher zahlreich, um sich insbesondere die Mitgliederausstellung und deren bemerkenswerte Vielfalt und gelungene Präsentation in den hergerichteten Räumen anzuschauen. 22 Künstlerinnen und Künstler zeigten das Wochenende über ihre Werke. Im neuen Atelier/Workshopraum nahmen viele, Kinder und Erwachsene, zudem die Gelegenheit wahr, sich mit Unterstützung durch das Workshopteam und einigen Künstlern in die Techniken von Decalcomanie, Monotypie und dem Malen mit der Schere (Matisse) einführen zu lassen. Die so gestalteten eigenen Kunstwerke konnten mit nach Hause genommen werden.

Der Samstagabend wurde gekrönt durch ein Konzert mit Nico de Haen und Frank Goos, die mit ihren jazzigen Improvisationen "von Monk bis Zappa" die begeisterten Zuhörer auch schon mal mitsamt ihren Instrumenten kurzerhand aus dem Foyer in einen Ausstellungsraum mitnahmen. Dieser Abend wurde sehr lang. Am Sonntagmorgen folgte dann eine hinreißende Verlesung der Texte aus der Schreibnacht, die noch vor weißen Wänden stattgefunden hatte, beziehungsweise nur mit dem einen oder anderen Utensil in den sonst noch leeren Räumen. Das "Weiß" der Wände wurde von den Autoren und Zuhörern insgesamt durchweg verstanden als Chance und Aufforderung, weiter zu machen und Neues zu wagen und zu gestalten. Bis 16 Uhr gab es dann noch genügend Zeit, zu schauen, zu fragen – viele Künstler waren vor Ort –, neue Leute kennenzulernen, sich auszutauschen, vor den Kunstwerken oder im Foyer, dem neuen "Meeting-Point", bei Knabbereien, einer Tasse Kaffee oder einen Glas Sekt.

Die Vorstandsmitglieder vom Kunstforum, Mitglieder und Gäste waren sich durchweg einig, dass an diesem neuen, so zentrumsnah gelegenen Ort viel Neues denkbar, möglich und machbar ist. Dieses Wochenende war ein mehr als vielversprechender Start in die Zukunft, wobei die ganz nahe Zukunft bereits am 28. Januar mit der Vernissage der ersten regulären Ausstellung (Dietrich Schön, Skulpturen und Zeichnungen) beginnt.