Sagen Sie Mal...

BZ-Fragebogen, ausgefüllt von Stefanie Hammer

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 19. Januar 2017

Waldshut-Tiengen

Das erste Heft liegt bereits am Kiosk: Stefanie Hammer hat das Achtsamkeitsmagazin „moment by moment“ gegründet. Die 41-jährige Betriebswirtin stammt aus Nürnberg und hat sich bei ihrem Studium in Ravensburg auf Verlagswesen spezialisiert. Nach diversen Verlagsleitungen hat sie sich 2002 mit einem Büro für Marketing, Vertrieb und Pressearbeit selbstständig gemacht. Hammer ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie lebt mit ihrer Familie in Littenweiler.

Was ist "moment by moment" für ein Magazin?
Unser Anliegen ist es, tiefgehend und umfangreich zum Thema Achtsamkeit zu informieren. Es soll eine Art Brückenschlag sein von dem religiösen Kontext, in dem die Achtsamkeit oft praktiziert wird, hin zur Forschung. Bei uns findet man auch mal ein achtseitiges Interview, viele Geschichten aus der Praxis und wissenschaftliche Hintergründe.

Ein wichtiger Teil der Achtsamkeit ist Meditation – meditieren Sie selbst?
Ja, auch wenn es im Alltag manchmal eine echte Herausforderung ist. Ich versuche gerade, wieder zu einem Rhythmus zu finden und wenigstens einmal täglich zu meditieren.

Was wollten Sie als Kind werden?
Eisverkäuferin.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Der Kybfelsen bei Sonnenuntergang.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Die "Ouzeria" in Littenweiler.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Wenn mein IT-Profi versucht, meinen PC zu reparieren und nebenbei mein Problem relativiert, indem er mir erzählt, welchen IT-Katastrophen samt aufgeregten Kunden er bereits an diesem Tag begegnet ist.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Meditieren, Mountainbiken, am Meer sein, lesen und guten Kaffee trinken gehen.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"Das Buch der Freude" von Douglas Abrams.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Zu Weihnachten beim Krippenspiel mit meiner Familie.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Vor etwa einem Monat in "Toni Erdmann".

Welche Musik hören Sie gerne?
Die Rolling Stones.

Haben Sie ein Vorbild?
Ich habe viele Vorbilder, zum Beispiel Hebammen und Sterbebegleiter.

Ihre Lieblingsinternetseite?
gregorycolbert.com
Wovor haben Sie Angst?
Dass meine kleine Tochter die intakten Korallenriffe unserer Welt nicht mehr sehen wird.

Was mögen Sie an sich selbst?
Dass ich den Mut und das Vertrauen habe, meinen Weg zu gehen.

Was bringt Sie auf die Palme?
Lauwarmer Kaffee.

Mit wem würden Sie gern mal einen Tag lang tauschen?
Mit dem Dalai Lama. Weil es mich fasziniert, wie er trotz vieler Termine, Reisen und Anforderungen seine tägliche Praxis macht, gut für sich sorgt, immer offen und herzlich ist und anderen hilft.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Die Produktion von Waffen wurde weltweit eingestellt."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Erst einmal tilge ich meinen Kredit bei der Bank und stelle mein Magazin auf solide Beine. Dann kaufe ich einen VW-Bus und baue ihn aus. Mit dem restlichen Geld unterstütze ich Nepal beim Wiederaufbau nach dem Erdbeben.
Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingen mir am besten ...
... Kartoffeln.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... muss zuhören können, viel reden wollen und neugierig bleiben.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich mit Freunden grille, mit dem Mountainbike unterwegs bin oder mir über neue Themen für "moment by moment" Gedanken mache.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... mit meiner Tochter nach Bodhgaya in Indien reisen.

Als Oberbürgermeisterin von Freiburg würde ich ...
... einen Tag der Achtsamkeit einführen und zum Beispiel zu Beginn von Meetings einige Minuten innehalten und sich sammeln, bevor man in die Sachthemen einsteigt.