Jugendorchester hat keine Nachwuchssorgen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 16. März 2017

Waldshut-Tiengen

Jahreshauptversammlung des Blasmusikverbandes Hochrhein / Landrat Kistler betont Wichtigkeit der Musikvereine.

GÖRWIHL (pro). Mehrere Veränderungen im Präsidium des Blasmusikverbandes Hochrhein gab es bei den Neuwahlen anlässlich der Jahreshauptversammlung in der Hotzenwaldhalle. In jeweils einstimmigen Wahlen wurde Felix Schreiner (Mdl) als Verbandspräsident wiedergewählt, neuer erster stellvertretender Verbandspräsident wurde der bisherige zweite Verbandspräsident Ralf Eckert, während Brigitte Russ aus Lottstetten neue zweite stellvertretende Verbandspräsidentin wurde. Die Kassengeschäfte wird künftig Annette Maier aus Wutöschinen führen. Wiedergewählt wurden Patricia Schmidt (Schriftführerin), Johannes Brenke als Verbandsdirigent, Manuel Wagner (stellvertretender Verbandsdirigent), Peter Fräßle als Verbandsjugendleiter und Marina Reichmann als stellvertretende Verbandsjugendleiterin.

Im Mittelpunkt des Abends stand aber auch die Ehrung zweier langjährigen Vorstandsmitglieder. Felix Schreiner würdigte die Verdienste des scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Rudolf Kromer, der während 13 Jahren als stellvertretender Vorsitzender fungierte. Er erhielt vom Bund deutscher Blasmusikverbände die Sonderehrennadel für besondere und langjährige Verdiente im Sinne der Blasmusik.

Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied wurden die Verdienste von Thomas Jauch gewürdigt. Während 15 Jahren machte er die Kassengeschäfte und führte den Verein solide durch die Finanzwelt.

Die Hotzenwaldhalle war gut besucht: 96 der 107 Verbandsvereine waren gekommen, so auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger. Während zur Einstimmung die beiden Görwihler Musikvereine Strittmatt und Oberwihl gemeinsam unter der Leitung von Haymo Brugger musizierten, ließ Felix Schreiner das abgelaufene Jahr Revue passieren. Mehrere Veranstaltungen und Projekte habe der Blasmusikverband auf den Weg gebracht und versucht, die Bedürfnisse der Mitgliedsvereine herauszufinden. So seien mehrere Projekte entstanden, zum Besipiel das Ideen-Forum BHV. "Der Workshop hat deutlich gemacht, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Schreiner. Lobend erwähnte der Präsident die Entscheidung des Landtages, im neuen Haushalt die Förderung der Musikakademien und der Blasmusikverbände um zehn Millionen auf 18 Millionen zu erhöhen. Somit profitiere auch der Blasmusikverband Hochrhein davon, denn in Staufen gingen viele Mitglieder auf Fortbildung. Über einen leicht gesunkenen Kassenbestand berichtete Kassierer Thomas Jauch, Verbandsdirigent Johannes Brenke erzählte vom Erfolg der Wertungsspiele. 2020 werde das 100-jährige Bestehen des Blasmusikverbandes gefeiert und dabei sollen auch die nächsten Wertungsspiele stattfinden.

Über die Jugendarbeit berichteten Verbandsjugendleiter Peter Fräßle und Ralf Eckert. So habe man im Verbandsjugendorchester keine Nachwuchssorgen und durch den Förderverein stehe man auch finanziell gut da.

Lobende Worte hatte Bürgermeister Carsten Quednow parat. Besonders die Jugendarbeit sei enorm wichtig. Bundestagsabgeordneter Thomas Dörflinger zweifelte an der Praxistauglichkeit des im Jugendbereich geforderten Führungszeugnisses, während Landrat Martin Kistler betonte, dass man die Jugendarbeit nicht hoch genug einschätzen könne. Auch der Kreistag sehe die Wichtigkeit der Musikvereine.