Die Iris in Nachbars Garten

Michael Gottstein

Von Michael Gottstein

Sa, 28. April 2012

Wehr

Fritz Lehmann hat eine der größten Iris-Sammlungen Europas /"Offene Gartentür" am Sonntag.

WEHR-ÖFLINGEN. Fritz Lehmanns Lieblingsblume ist die Iris. In seinem Schaugarten an der Brenneter Rheinstraße hat er 540 dieser Schwertlilien gesetzt, außerdem verfügt er über Hunderte weiterer Iris-Sorten. Damit hat er eine der größten Sammlungen Europas. Am Sonntag, 29. April, von 11 bis 17 Uhr öffnet er seinen Garten für Besucher. Lehmann ist Initiator und Organisator der Aktion "Offene Gartentür am Hochrhein".

24 Gärten an 50 Terminen nehmen an der Aktion teil, die zum fünften Mal stattfindet. "Wir haben ungefähr gleich viele Teilnehmer wie in den letzten Jahren", erläutert Lehmann. Die meisten Gärten befinden sich in den Landkreisen Waldshut und Lörrach, auch in der Schweiz und dem Elsass werden einige Besitzer ihre Gärten öffnen. Gerade die grenzüberschreitenden Kontakte möchte Lehmann in den kommenden Jahren ausbauen.

Der erste Garten – er befindet sich in Neuenburg-Zienken – hat seit Donnerstag geöffnet. Die Aktion zieht sich bis in den September. Fritz Lehmann ist wichtig, dass die Gärten einen eigenen, unverwechselbaren Charakter haben. Und die Möglichkeiten, sein grünes Refugium zu gestalten, sind groß. Es gibt Gärten mit Bachlauf und Rosenbögen, romantische Bauergärten, englische Gärten, solche mit Hanglagen und Wohlfühlgärten mit mehr als 1000 Quadratmetern.

In Weil am Rhein befindet sich ein denkmalgeschütztes Anwesen in einem 5000 Quadratmeter-Garten, in Todtnau-Gschwend findet der Besucher inmitten eines ebenfalls riesigen Gartens einen 1724 erbauten Schwarzwaldhof, und der Rekordhalter dürfte im elsässischen Strueth sein. Dort lockt ein 15 000 Quadratmeter-Garten lockt mit "Szenen und Perspektiven, welche die Sinne wecken, die Gefühle ansprechen und die Jahreszeiten widerspiegeln", so das Programmheft. Fritz Lehmanns Lieblingsblume ist die Iris. Er liebt die Vielfalt und die Farbenpracht. Einige Pflanzen sind nur wenige Zentimetern groß, andere erreichen Höhen von eineinhalb Metern. Und die Züchtung hat seit den 80er Jahren Fortschritte gemacht, so dass die Iris-Blüten eine immense Vielfalt an Farben und Zeichnungen aufweisen – insgesamt sind 60 000 Sorten registriert. Im Internet tauschen Irisliebhaber die begehrten Sorten aus. "Es macht Spaß, Irispflanzen zu züchten, aber leben kann man davon natürlich nicht", so Lehmann. Derzeit stehen vor allem die kleinen Pflanzen in Blüte. Wenn Mitte Mai die großen Pflanzen blühen, hat er nichts dagegen, wenn Passanten seinen Garten bewundern.

Eine Liste aller Gärten mit den Öffnungszeiten unter http://www.gartentag.info