Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

17. August 2016 12:35 Uhr

SpVgg Brennet-Öflingen

Diebe stehlen 40 Fußbälle und bringen 20 wieder zurück

Seltsamer Einbruch bei der SpVgg Brennet-Öflingen: Die Täter lassen die Finger von Flachbildschirm, Laptop und Musikanlage – klauen aber 40 Fußbälle. Und bringen einen Teil der Beute zurück.

  1. Diebstahl im Vereinshaus der Spvgg Öflingen Foto: Erika Bader

  2. Diebstahl im Vereinshaus der Spvgg Öflingen Foto: Erika Bader

20 Fußbälle die wohl vergangenen Sonntag aus dem Vereinsheim der Sportvereinigung Brennet-Öflingen gestohlen wurden sind jetzt wieder aufgetaucht. Dem Verein ist trotz des Zurückbringens ein Schaden entstanden, denn die neuen Bälle wurden längst als Ersatz bestellt.

"Wir haben bereits 40 neue Bälle bestellt, uns ist also trotzdem ein Schaden entstanden." Sammy Lemke-Maier
In der Nacht von Freitag auf Samstag sind Unbekannte in das Vereinsheim der SpVgg Brennet-Öflingen eingebrochen und hatten zwei Tresore aus der Küche geklaut. Beide Tresore waren in einem Küchenschrank über der Spüle an der Wand angebracht. "Im Vereinsheim war überhaupt nichts umgewühlt, es gab keine Anzeichen, dass hier lange gesucht wurde. Die müssen gewusst haben, wo sich die Safes befinden", sagt der Erste Vorsitzende der SpVgg, Sammy Lemke-Maier.

Andere Wertgegenstände im Raum, wie der Flachbildfernseher, die Musikanlage oder einen Laptop, ließen die Diebe unberührt. "Dafür haben die noch 17 Euro und ein paar Zerquetschte mitgenommen, die hier rumlagen", sagt Sammy Lemke-Maier und schüttelt ungläubig den Kopf. Am Samstagvormittag sei der Diebstahl aufgefallen und die Polizei darüber in Kenntnis gesetzt worden. Die Diebe kamen in der Nacht von Samstag auf Sonntag wohl noch einmal ins Vereinsheim. Diesmal mussten sie nicht einbrechen – denn in den Tresoren befanden sich neben rund 150 Euro Bargeld und zwei Stangen Zigaretten, im Wert von etwa 120 Euro, die Schlüssel zu nahezu allen Räumen des Vereinsheims. "Wir haben in der Kürze der Zeit am Samstag keinen Schlüsseldienst mehr bekommen", so Lemke-Maier.

Werbung


Aufschrift "I Brennet" macht die Bälle leicht erkennbar

Dank der geklauten Schlüssel gelangten die Täter in die Garagen des Vereinsheims und stahlen dort knapp 40 Markenfußbälle. 20 der Fußbälle tauchten aus unerklärlichen Gründen am Dienstagmittag wieder auf – ordentlich in den schwer zugänglichen Ballkasten gelegt und abgeschlossen. Das Kuriose: Die anderen 19 Fußbälle, die in einer zweiten Garage untergebracht sind, haben der oder die Diebe nicht wiedergebracht – sie bleiben weiterhin vermisst. Was die Diebe dazu veranlasste nur die Hälfte der geklauten Fußbälle zurückzubringen, darüber lässt sich nur spekulieren, genauso was sie nun mit den 19 Bällen vorhaben – zumal die Aufschrift "I Brennet" auf dem Leder diese sofort erkennbar macht.

Sammy Lemke-Maier informierte am Dienstagnachmittag umgehend die Polizei, dass ein Teil der Beute wieder aufgetaucht ist. Diese will zunächst einmal klären, unter welchen seltsamen Umständen die Bälle ihren Weg wieder in die Garage gefunden haben – erst anschließend könnte eine Spurensicherung folgen, wie es vom Polizeiposten Wehr heißt. Dass 20 der gestohlenen Bälle wieder aufgetaucht sind, ist für den Vereinsvorsitzenden nur ein kleiner Trost: "Wir haben bereits rund 40 neue Bälle bestellt, uns ist also trotzdem ein Schaden entstanden." Zum geklauten Bargeld, den Zigarettenstangen und den Fußbällen kommen bei der Schadenssumme noch rund 100 Euro für die beiden Tresore und etwa 1500 Euro für die Schlosserarbeiten hinzu.

Die Schlösser der Garagen, des Kühlhauses der Kabinen, des Kunstrasenplatzes, und des Kassenhauses seien am Dienstagnachmittag ausgetauscht worden. Falls die Diebe also vorhaben sollten auch noch die restlichen 19 Bälle zurückzubringen – so elegant und klammheimlich, wie beim ersten Mal dürfte das nun nicht mehr klappen – denn die gestohlenen Schlüssel passen nun nicht mehr.

Mehr zum Thema:

Autor: Erika Bader