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08. Oktober 2014

Wissenswertes im Zeichen der Burg

Historisches Symposium in Wehr wird mit sechs Vorträgen die Rolle der Herrschaftssymbole beidseits des Rheins beleuchten.

  1. Sehen mit Freuden dem Burgensymposium in Wehr entgegen (von links): Reinhard Valenta, David Wälchli und Michael Thater. Foto: hrvoje miloslavic

WEHR. "Burgen am Hochrhein" lautet der Titel eines historischen Symposiums, das am Samstag, 22. November, zwischen 9 und 18 Uhr in der Stadthalle in Wehr stattfinden wird. Thematisch inspiriert von der historischen Tagung zum Thema "Walter von Klingen und das Kloster Klingental zu Wehr" soll diesmal die Burgenlandschaft zu beiden Seiten des Rheins eine regionalgeschichtlich-wissenschaftliche Würdigung erfahren.

Ein zentrales Anliegen des Symposiums, das von der Hochrheinkommission aus Mitteln des Interreg-IV-Programms gefördert wird, ist die grenzüberschreitend angelegte Konzeption. "Gestalt, Funktion und Geschichte dieser Monumente als Zeichen der herrschaftlichen Durchdringung des Raumes genauer zu analysieren und zur Diskussion zu stellen", definiert Prof. Thomas Zotz in einer schriftlichen Stellungnahme als Ziel des Symposiums. Die erneute Teilnahme des renommierten Freiburger Mediävisten ist für Kulturamtsleiter Valenta ein echter Glücksfall.

Durch die Miteinbeziehung des Doktorandenstabes des 2010 emeritierten Lehrstuhlinhabers an der Universität Freiburg stehe dem Symposium der "neueste Forschungsstand" zur Verfügung, betont Valenta. Groß sind die Erwartung des Kulturamtsleiters auch an die Zusammenarbeit mit der Friktälisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde (FBVH). Dank der vorzüglichen Kontakte des Präsidenten David Wälchli sei es möglich gewesen, renommierte Schweizer Historiker, Denkmalpfleger und Archäologen wie Peter Frey, Christoph Reding und Reto Marti mit ins Boot zu holen.

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Ergänzt und vertieft werden die Beiträge des Symposiums durch eine sechsteilige Vortragsreihe, die am Donnerstag, 30. Oktober beginnt und bis zum Dienstag, 11. Dezember andauern wird. Angelehnt sei diese an die zur Tradition gewordenen "Wintervorträge" der FBVH, erklärt Wälchli. Drei der Vorträge werden in Wehr, die anderen drei Vorträge im Kornhauskeller in Frick stattfinden, kündigt Valenta an. Die Geschichten der Burgen Werrach und Bärenfels, Rötteln und Wieladingen werden Gegenstand der Referate in Frick sein. Burgen links des Rheines werden in Wehr thematisiert.

"Endlich gibt es einmal einen Vortrag über die Burg Bärenfels, und dann findet er nicht in Wehr statt", zitiert Valenta eine kritische Stimme aus der Einwohnerschaft, die ihm zu Ohren gekommen war. Der Kulturamtsleiter hält dagegen: Die wissenschaftliche und persönliche Begegnung der Menschen beiderseits des Rheins zu unterstützen, sei ja gerade eine Bedingung des Förderkonzeptes gewesen, erklärt er.

Der Wehrer Bürgermeister kann dem nur zustimmen: "Damals hat es auch keine Grenze gegeben", gab Thater zu bedenken. Und noch heute sei es wichtig, die "Gemeinschaftlichkeit des Kulturraumes herauszustellen".

Autor: Hrvoje Miloslavic