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05. Mai 2010
Der Oscar unter den Ingenieurpreisen
Am Sonntag wird der "Outstanding Structure Award" für die Dreiländerbrücke übergeben.
WEIL AM RHEIN (BZ). Am Sonntag kommen führende Mitglieder der Internationalen Vereinigung für Brücken- und Hochbau (IABSE) nach Weil am Rhein. Grund für diesen ungewöhnlichen Besuch: die Übergabe des Outstanding Structure Award, der im September für das Jahr 2009 der Dreiländerbrücke zuerkannt wurde.
Zu den Preisträgern des seit 2000 jährlich ausgelobten Wettbewerbs gehören unter anderem die Lupu-Brücke in Shanghai (2008), das Millau Viadukt in Frankreich (2006), die Öresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden (2002) und das Stade de France in Paris (2002). Der Preis der IABSE wird neben Brücken auch für Hochbauten verliehen.
Seit September 2009 kann sich die Dreiländerbrücke in diese Reihe namhafter Bauwerke einreihen. Der Preis wird dabei ausdrücklich an den Bauherren, den Architekten, das Ingenieurbüro und die bauausführende Firma verliehen.
Der Architekturstandort Weil am Rhein erfährt mit dieser Auszeichnung eine weitere Aufwertung. Zwei Architekten, die auch in Weil am Rhein mit von ihnen entworfenen Bauten vertreten sind, wurden in der Vergangenheit bereits Träger des Outstanding Structure Awards. Frank O. Gehry, der 1989 mit dem Vitra Design Museum seinen ersten Bau in Europa realisierte, erhielt die Auszeichnung 2001 für das Guggenheim Museum im spanischen Bilbao. Die Commerzbank Arena in Frankfurt, an die der Preis 2007 ging, wurde von der Ingenieurgruppe Schlaich, Bergermann und Partner umgebaut. Von ihr stammt in Weil am Rhein der so genannte "Schlaich-Turm", der elegant und gleichzeitig funktional die Gartenstadt, deren S-Bahn-Haltestelle und damit die Stadt mit dem Sportzentrum im Nonnenholz, dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau und dem Laguna Badeland verbindet.
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Autor: bz
