Kredite in Franken werden ausgelöst

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Sa, 18. November 2017

Weil am Rhein

Woge bereinigt die Bücher.

WEIL AM RHEIN (us). Die städtische Wohnungsbaugesellschaft will sich von ihren Darlehen in Schweizer Franken trennen, um nicht weiter den schwankenden Wechselkursen ausgeliefert zu sein. Hatte die Gesellschaft vor Jahren beim Kurs von 1,56 die Kredite in der Nachbarwährung aufgenommen, weil damals dort niedrige Zinsen lockten, die auf deutscher Seite nicht zu erreichen waren, so seien die Kredite inzwischen zu einer gewissen Last geworden. "Das Ausstiegsszenario steht", verkündete OB Dietz als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Dabei habe sich die Wohnbau klare Ziele gesetzt. Sobald der Kurs wieder den Wert von 1,20 erreiche, würde das noch bestehende Darlehen über 1,6 Millionen Franken in Euro zurückgewechselt.

Während Stadtrat Müller der Wohnbau Spekulation vorwarf, beschwichtigte sein Fraktionskollege Rühle, dass die Wohnbau damals nach bestem Wissen den richtigen Weg eingeschlagen habe.