Kunst, die aufrütteln will

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 03. Juni 2017

Weil am Rhein

"Parcours Humain" ist über Pfingsten letztmals zu sehen.

WEIL AM RHEIN (BZ). Noch bis Pfingstmontag kann die eindrucksvolle Ausstellung "Parcours Humain" in der städtischen Galerie Stapflehus besucht werden. Im Auftrag des Kunstvereins hat Kurator Patrick Luetzelschwab dafür eine Reihe von international agierenden Künstlern gewonnen. Bereits vor der Tür sind zwei Projekte ständig zu sehen: Am Turm hängt das farbige "Urban Knitting Projekt" der deutschen Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck, die das Thema Verbundenheit aufgreift. Die meditativ-kreative Herstellung verweist auf uralte Traditionen und auf die Stabilität eines Gewebes, das immer nur so stark ist, wie sein schwächstes Glied.

Zwischen den Gartenpfaden steht ein Zelt. In seinem Werk "Der Schlaf" hat der Weiler Kesselhaus-Künstler Niels Tofahrn mit Zucker und Kohle schlafende Personen auf den Boden gemalt. Jeder Luftstoß und jede Berührung hinterlässt Spuren oder kann die Bilder sogar zerstören. Die Arbeit steht für die Schutzlosigkeit und Verletzlichkeit derjenigen, die doch eigentlich in Zelten Schutz suchen.

Die Schau ist geöffnet am Samstag von 15 bis 18 sowie Sonntag und Montag von 14 bis 18 Uhr. Die öffentliche Finissage beginnt Pfingstmontag um 15 Uhr.