Lebendiger Ort der Entfaltung

Yvonne Siemann

Von Yvonne Siemann

Mo, 26. November 2018

Weil am Rhein

Der Hort an der Karl-Tschamber-Schule betreut 45 Kinder auf 30 Plätzen / Beispielhafte Initiative der Eltern sorgt für Fortbestand.

WEIL AM RHEIN. "Wir lieben unseren Hort!", so das Fazit der derzeitigen Hortkinder in ihrem kurzen und witzigen Theaterstück zum Hortalltag. Denn am Freitag begingen um die 40 Erwachsene und fast ebenso viele Kinder das zehnjährige Bestehen des Horts an der Karl-Tschamber-Schule mit einer kleinen Feier in der Aula.

Der Hort unter der Trägerschaft des Familienzentrums Wunderfitz bietet von Montag bis Freitag zwischen 12 und 17.45 Uhr Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Aktivitäten für durchschnittlich 45 Kinder an, die sich 30 Plätze teilen. Das Motto lautet dabei "Betreuen, nicht aufbewahren"; das heißt, der Hort soll einen Rahmen bieten, um individuell auf die Kinder einzugehen. Lange bevor die Ganztagsschule zum politischen Thema wurde, entstand der Hort aus einer Elterninitiative, wie die Geschäftsleiterin des Wunderfitz, Ingrid Weinmann, und Bereichsleiterin Regina Goetz zusammenfassten. Dabei betonten sie, dass dieses Projekt nur aufgrund vieler Helfer zustanden kam beziehungsweise bis heute Bestand hat.

Dazu gehören natürlich die Gründer selbst, aber auch die heutigen Eltern, die den Hort bei Aktionen unterstützen und konstruktive Kritik üben. Ein weiteres Dankeschön sprachen Weinmann und Goetz der Tschamberschule um Rektorin Susan Leonhardt und der Stadtverwaltung für die mietfreie Nutzung der Räumlichkeiten aus. Natürlich waren auch finanzielle Zuschüsse der öffentlichen Hand und Spenden wichtig, um den Hort am Leben zu erhalten. Goetze und Weinmann vergaßen selbstverständlich nicht, das Betreuerteam mit Laura Grosse, Helene Grieshaber, Manfred Merstetter, Doris Schütz und Lara Zöllin zu erwähnen.

Für Halka Dupy, Mutter eines Hortkindes der ersten Stunde und Vorsitzende des Wunderfitz-Trägervereins, war der Hort aus verschiedenen Gründen wichtig. "Ich konnte mit gutem Gewissen arbeiten gehen." Sie fand als Zugezogene durch den Hort aber auch neue Freunde, die ihr halfen, sich in Weil zurechtzufinden. Ihr Sohn Jakob, als ehemaliges Hortkind, beschrieb, wie die Initiative mit zehn Kindern in einem einzigen Raum startete. Auch Bürgermeister Rudolf Koger erinnerte sich in seinen Grußworten an die Entstehungszeit des Horts und freute sich, dass diese Elterninitiative so lang Bestand gehabt hat. Rektorin Susan Leonhardt betonte schließlich, dass der Hort die gleichen Ziele wie die Schule selbst verfolge: Erziehung zur Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, aber auch die Einhaltung von Regeln.

Eine Diashow zeigte zum Schluss noch Eindrücke aus dem Hortalltag, bevor der Empfang bei einem Apero ausklang.