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22. Dezember 2012

So schön kann Weihnachten sein

Benefizkonzert in der Altrheinhalle begeisterte die Zuhörer / Standing Ovations für Gaby Albrecht, Kevin Pabst und Ronny Weiland.

  1. Da kannte die Begeisterung der Zuhörer keine Grenze mehr – stehende Ovationen für die Künstler. Foto: Cremer

  2. Tolle Stimmen, tolle Stimmung und ein feiner Trompetenklang. Foto: Hannes Lauber

WEIL AM RHEIN-MÄRKT (cre). Die Besucher des Weihnachtskonzertes in der Märkter Altrheinhalle waren schlicht "hin und futsch". Mit stehenden Ovationen bedankten sie sich bei Gaby Albrecht, Kevin Pabst und Ronny Weiland für ein gelungenes, stimmungsvolles Konzert.

Als Vertreterin volkstümlicher Melodien ist Gaby Albrecht eine feste Größe in der Gunst des Publikums. Gemeinsam mit dem aus Wittlingen stammenden jungen Trompeter Kevin Pabst und dem Bassbariton Ronny Weiland, der von vielen als Nachfolger Ivan Rebroffs angesehen wird, trat sie zugunsten der BZ-Aktion "Hilfe zum Helfen" auf.

Da es sich um ein weihnachtliches Konzert handelte, verzichtete die Sängerin auf das Vortragen ihrer Erfolgstitel. Statt dessen sang sie teils besinnliche, teils beschwingte Lieder zum bevorstehenden Fest. Unterstützt wurde sie dabei, ebenso wie Pabst und Weiland, von der Band "Harlekin" und Christina Leffler als Backgroundsängerin. Bekleidet mit einem nachtblauen Abendkleid, nach der Pause tauschte sie dies gegen eine traumhafte rote Robe aus, gelang es ihr im Handumdrehen, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Gesanglicher Höhepunkt war unzweifelhaft ihr "Ave Maria" mit "Garantie auf Gänsehautfeeling", wie es eine Besucherin formulierte.

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Zwischen den einzelnen Liedern las die aus Magdeburg stammende Sängerin, auf der weihnachtlich dekorierten Bühne am Adventskranz sitzend, immer wieder mal besinnliche, mal heitere Gedichte und Geschichten aus ihrem "Weihnachtsbuch". Das Publikum folgte ihr dabei mit spontanem Applaus oder, wenn es passte, mit verstehendem Lachen.

Viele Besucher waren hauptsächlich wegen Kevin Pabst gekommen, dem Jungen "aus der Nachbarschaft". Lebhafter Beifall schon vor dem ersten Trompetenton unterstrich dies deutlich. Wie gewohnt zeichnete sich sein Spiel durch Gradlinigkeit und Schnörkellosigkeit aus. Schnell hatte er die Besucher in der fast ausverkauften Halle auf seiner Seite, wenn er sagte, die vorangegangenen Konzerte hätten alle nur als Probe für den Auftritt in Märkt gedient. Von viel Applaus und Bravorufen begleitet, nahm er die Besucher mit "La Pastorella", "Die letzte Rose" oder "Amazing Grace" und anderen mit auf eine musikalische Weltreise. Mehrfach brandete schon Applaus auf, noch bevor der letzte Ton verhallt war.

Einen Glanzpunkt setzte Ronny Weiland. Mit seiner vollen Bassstimme hätte er die Halle auch ohne Lautsprecher füllen können. Entsprechend seinem Image als Rebroff-Nachfolger trat er in Kosaken-Uniform auf und sang Lieder über die Liebe in Petersburg oder auch – vom Publikum begeistert aufgenommen – den "Walzer Nr. 2" von Dmitri Schostakowitsch. Wenn Weiland die Bühne verließ und sich im Walzerschritt durch die Halle bewegte, wurde mancherorts im Saal heftig mitgeschunkelt. Für seinen Duettgesang mit Gaby Albrecht spendete das Publikum tosenden Applaus.

Als die Musiker und Sänger sich zum großen Finale auf der Bühne versammelten, um mit dem Publikum "O du Fröhliche" zu singen, kannte der Beifall keine Grenzen mehr. Von Getrampel, Bravorufen und stehenden Ovationen begleitet, durften die Künstler schließlich die Bühne verlassen. "Wenn das Publikum mitsingt", bilanzierte ein Besucher, "muss das Konzert gut gewesen sein."

Autor: cre