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Stadtrat Rühle fordert Quartiersmanager für Friedlingen

Yvonne Siemann

Von Yvonne Siemann

Mi, 23. Januar 2019 um 15:30 Uhr

Weil am Rhein

Der Stadtteilverein Friedlingen stellt beim Neujahrsapero sein neues Programm vor. Stadtrat Rühle fordert einen Quartiersmanager.

"Gestalten Sie mit", rief Andreas Rühle als einziger Friedlinger Stadtrat die Gäste am Neujahrsapero des Stadtteilvereins Friedlingen mit Hinblick auf die kommenden Kommunalwahlen auf. Etwa 70 Personen, mehr als die Hälfte davon aus Friedlingen, waren ins Mehrgenerationenhaus gekommen. Es lohne sich, wie Rühle sagte, ein solches Ehrenamt zum Wohle der Gemeinschaft auf sich zu nehmen und bat die Interessenten, mit den anwesenden Vertreter der Fraktionen ins Gespräch zu kommen.

Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung

Während Friedlingen im Gegensatz zu anderen Teilorten keinen Ortschaftsrat kennt, möchte Rühle außerdem die Einführung eines Quartiersmanagers als Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung vorschlagen, um die baulichen Maßnahmen zu ergänzen und das Miteinander zu fördern.

Auch Bürgermeister Christoph Huber merkte an, dass zwar verschiedene Infrastrukturprojekte wie das Jugendhaus Juno II dieses Jahr auf den Weg gebracht werden, die Nutzer diese Bauten durch ihr Engagement aber selbst mit Leben füllen müssten. Er freute sich auch über die hohe Zahl an Gästen – darunter auch Bürgermeister Rudolf Koger, Hauptamtsleiterin Annette Huber und einige Gemeinderäte, denn dies zeige Interesse und Wertschätzung für Friedlingen und den Stadtteilverein. Friedlingen habe die nach wie vor kursierenden Vorurteile nicht verdient, erklärte er, wofür ihm einige Anwesende spontan Applaus spendeten. Huber kündigte außerdem einen Informationsanlass für Hauseigentümer zum Energetischen Quartierkonzept (11. Februar) und eine Mitmachveranstaltung zur Rheinpark-Umgestaltung (2. April) an.

Die Vorsitzenden Gabriele Moll und Volker Hentschel blickten auf die vielen kleinen und großen Ereignisse und Veranstaltungen des letzten Jahres zurück. Wie immer organisierte der Verein Aktionen wie etwa den Stammtisch, wo auch immer wieder neue Ideen entstünden – allerdings hätte der Stadtteilverein nicht die Möglichkeit, alle Anregungen in die Tat umsetzen. Die angespannte Verkehrssituation vor allem am Wochenende und auch das neue Sicherheitskonzept schafften es mehrmals in die Medien. Zudem hoben Hentschel und Moll die wertvolle Jugendarbeit des Vereins Bosporus FC Friedlingen hervor, etwa die Kooperation mit dem SC Freiburg und dem FC St. Pauli, zu reden gab aber auch das neue Jugendhaus Juno II, das auf einem Trainingsplatz des Vereins entstehen soll. Die beiden Vorsitzenden dankten den verschiedenen Sponsoren und Stiftungen.

Aktivitäten vorgestellt

Angelika Schilling stellte die Aktivitäten im Wiki-Treff vor, den es jetzt seit fünf Jahren gibt. Dort wird gebastelt, gefeiert, gespielt, gesungen und gebacken und auch Gummistiefelweitwurf geübt, wie einige der Teilnehmer dem Publikum gleich selbst vorführten.

Neu im Vereinsprogramm ist der Frauen- und Mädchenabend, den Nilufar Hamidi vorstellte. Bei der ersten Ausgabe am vergangenen Freitag kamen 50 Frauen, um zu reden und Musik zu hören. Auf Wunsch vieler Teilnehmerinnen wird es im Februar und März weitere solche Abende geben.

Der Schulchor der Rheinschule kam mit passenden Liedern zum Neujahrsapero. Als Botschaft an das Publikum sangen sie auch über den Frieden und dass man gemeinsam etwas erreichen kann. Den Schlusspunkt des offiziellen Programms setzte der Gospelchor "Chorisma" unter der Leitung von Heinz Breininger mit einem erfrischenden "Never let me go".
Termine

Frauen- und Mädchenabend: 1. Februar und 8. März; Stammtisch: 13. Februar, 11. März; Miteinander-Fest: 21. Juli