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20. Dezember 2015 20:43 Uhr

Merdingen

Weniger Vandalismus – wegen WLAN im Bus

Seit Juni bietet der Tuniberg-Express WLAN in seinen Bussen an. Seitdem sind Sachbeschädigungen und Schmierereien in den Fahrzeugen deutlich zurückgegangen.

  1. Ein Tuniberg-Express-Bus mit Gratis-WLAN Foto: Julius Steckmeister

Was Ende Juni zunächst als Versuchsballon in nur zwei Fahrzeugen der Linien 31 und 32 gestartet wurde, gehört inzwischen beim Großteil der Fahrzeuge des Merdinger Busunternehmens zum Standard: kostenloses WLAN für unterwegs. Und auch im neuen Regio Express, der zwischen Bad Krozingen und Breisach verkehrenden Linie 309, die jüngst eröffnet wurde, können die Fahrgäste unterwegs im Internet surfen.

Bis zu 40 Prozent der Fahrgäste nutzen unterwegs ihr Smartphone

"Längere Kundenbeobachtungen", so heißt es aus dem Busunternehmen, hätten ergeben, dass 30 bis 40 Prozent der ÖPNV-Nutzer unterwegs ihr Smartphone benutzen. Wer einmal in der Breisgau-S-Bahn saß, wird dieses Ergebnis bestätigen können. Deshalb wurden zunächst zwei Busse, die auf den rund 55 Minuten dauernden Langstrecken zwischen Breisach und Freiburg eingesetzt werden, mit einem mobilen WLAN-Router ausstaffiert.

"Durchaus positive Rückmeldungen" verzeichnete daraufhin Geschäftsführer Jürgen Karle mitteilt. Aus diesem Grunde wurden in den vergangenen Wochen die meisten der 20 Tuniberg-Express-Busse nachgerüstet. Einen fünfstelligen Betrag habe man investiert, um "den Fahrgästen die Fahrt noch bequemer zu gestalten", lässt Karle verlauten. Neufahrzeuge sollen künftig gleich mit WLAN bestellt werden, verspricht der Busunternehmer.

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So ist es jüngst bereits geschehen bei der gemeinsam mit dem Hartheimer Busunternehmen Rast-Reisen bedienten neuen Linie 309 Regio Express von Bad Krozingen nach Breisach. Die zwei eigens dafür angeschafften Busse haben bereits vom Werk aus WLAN an Bord.

Weniger Vandalismus, weniger Schmierereien

Die Nutzung ist simpel. Das Einloggen ist sowohl im Bereich der Endhaltestellen wie in den Fahrzeugen selber möglich. WLAN-Symbol antippen, Verbindung herstellen, AGBs bestätigen, lossurfen. Kaum eine Minute dauert der Anmeldevorgang selbst bei technisch weniger versierten Smartphone-Nutzern.

Während die Fahrgäste von der ebenso schnellen wie stabilen Internetverbindung profitieren, weil sie unterwegs wahlweise arbeiten, flott kommunizieren oder auch Musik hören können, hat die digitale Rundumversorgung offenbar auch für das Busunternehmen positive Folgen. "Es hat sich gezeigt, dass bereits nach wenigen Wochen Sachbeschädigungen und Schmierereien in den Fahrzeugen deutlich zurückgingen", heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Offenbar hilft das mobile Internet auch gegen Langeweile während der Busfahrt.

Autor: just