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22. März 2010 15:21 Uhr

Kraftvolle Stimmen in der Wutachhalle

Chöre gestalten mitreißendes Konzert

Einen außergewöhnlichen und mitreißenden Konzertabend erlebten die Sangesfreunde in der Ewattinger "Wutachhalle" beim Frühjahrskonzert des Männergesangvereines, der zusammen mit dem Männergesangverein Bräunlingen für musikalische Hochstimmung sorgte.

  1. Der Beifall der zahlreichen Konzertbesucher war ihm sicher: Bariton-Solist Mathias Horstmann setzte beim Frühjahrskonzert des Männergesangvereines Ewattingen besondere Akzente. Foto: Bruno Morath

  2. Begeisterungsstürme in der Wutachhalle löste der MGV Bräunlingen mit dem Lied "Hello Dolly" aus, das Ernst Mosch auf der Gitarre begleitete. Foto: Bruno Morath

WUTACH-EWATTINGEN (oth). Einen außergewöhnlichen und mitreißenden Konzertabend erlebten die Sangesfreunde am Samstagabend in der Ewattinger "Wutachhalle" beim Frühjahrskonzert des Männergesangvereines, der zusammen mit dem Männergesangverein 1880 Eintracht Bräunlingen, der noch seinen Frauenchor mitgebracht hatte, für musikalische Hochstimmung sorgte. Der stets lange anhaltende und oftmals spontane Beifall der Besucher zeigte den Sängern und Sängerinnen, dass man mit der Auswahl des Programms genau richtig lag.

Der MGV Ewattingen – Leitung Josef Kraft – eröffnete mit dem "Hochschwarzwälder Sängerspruch" von Berthold Ganter den Konzertabend. Danach hieß es Bühne frei für die über 30 Sänger des MGV Bräunlingen. In "Morgenrot", einer musikalisch recht anspruchsvollen Komposition, führte Dirigentin Ruth Kreidler die Sänger sicher durch die schwierigen Phasen dieses Liedvortrages, in dem der Chor wunderbar die wechselnde Stimmung der zu Ende gehenden Nacht und des nun anbrechenden Tages beschrieb. Nach dem langen und harten Winter war es die Sehnsucht nach dem Frühling, welchen die Sänger im "Frühlingsgruß" von Robert Schumann beschrieben. Im Marschtempo ging es danach weiter mit "In die blühende Welt", von Hermann Sonnet. Mit "Eine weiße Birke", einem sentimentalen russischen Volks- und Heimatlied, schloss der Bräunlinger Männerchor seinen ersten Konzertteil ab.

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Eine ansprechende Volksliederfolge mit "Schöne weite Welt" von Friedrich Silcher offerierten die 18 Sängerinnen des Frauenchores Bräunlingen. Ein sanfter Hauch von Frühling zog durch die Wutachhalle mit "Frühlingsahnung", in dem die Sängerinnen Veilchen und Rosen, unter der Leitung von Christa Blenkle, erblühen ließen.

Solisten hinterlassen guten Eindruck

In sechs Kurzgeschichten hatte der Männergesangverein Ewattingen seinen ersten Programmteil "Freunde, vernehmet die Geschichte" gepackt. Zu hören war eine Melodienfolge bekannter Opernlieder, wie "Der Postillon von Lonjumeau", "O wie so trügerisch" aus Rigoletto oder das bekannte "Trinklied" aus La Traviata, in denen Edmund Kromer (Bass), Egon Kromer (2. Tenor), Klaus Keller (1. Tenor) und Franz Josef Scheuble (Barition) die Soli sangen. Die Begeisterung der Sänger war bei diesen Vorträgen zu spüren. Begleitet wurde diese Melodienfolge von Tim Fischer am Klavier.

Nach der Konzertpause besang der Bräunlinger Männerchor im Volks- und Liebeslied "Gürtel und Tüchlein" die Liebesbezeigungen eines jungen Mannes zu seiner Angebeteten. Wer kennt ihn nicht, den Klassiker aller Männerchöre, "Das Rheinische Fuhrmannslied" von Paul Zoll, in dem sich die emotionale Dynamik in Melodie und Text widerspiegelt. In "Rock my soul", entführten die Bräunlinger Sänger die Konzertbesucher gesanglich in das 18. Jahrhundert der amerikanischen Südstaaten und landeten damit beim Publikum einen Volltreffer. Was der junge Tag wohl bringen mag?, war eine der Fragen des Bräunlinger Frauenchores in dem Vortrag "Junger Tag". Zuvor wurde nochmals mit dem "Frühlingslied" und dem "Finkenwalzer" das nun angebrochene Frühjahr besungen. In unzähligen Kompositionen besungen wird die Liebe. Eine Kostprobe aus der umfangreichen Sammlung der Liebeslieder präsentierte der Männergesangverein Ewattingen mit "Guter Mond" und "In einem kühlen Grunde". Immer ein Höhepunkt im Konzert des Ewattinger Männerchores sind die Soloauftritte. In diesem Jahr waren es die Vorträge von Mathias Horstmann (Bariton), "Ich hab zu viel Angst vor meiner Frau" von Otto Reutter, und von Ludwig Obergfell (Bass) mit "Probier’s mal mit nem Bass", nach einem Arrangement von Edzard Hüneke.

Kraft- und temperamentvoll präsentierten sich die an die 60 Männerkehlen beim gemeinsamen Finale mit "Dank an die Freunde" von Heinrich Stahl. Dabei überließ Josef Kraft der Gastdirigentin Ruth Kreidler die Stabführung und reihte sich selbst in die Schar der Sänger ein.

Dem Vorsitzenden Egon Kromer war es ein besonders Anliegen, Dirigent Josef Kraft für sein Engagement für den MGV Ewattingen zu danken. "Mit Mut und Ausdauer hast Du uns motiviert, etwas Neues anzupacken, das nun auch wohl gelungen ist, wie wir nach dem heutigen Konzertabend feststellen konnten", so Kromer. In den Dank mit eingebunden wurden vom Vorsitzenden die beiden Gastdirigentinnen Ruth Kreidler und Christa Blenkle sowie Tim Fischer und Bernhard Blenkle, die die Chöre am Klavier begleiteten.

Autor: oth