Einblicke in das dörfliche Leben

Jürgen Schweizer

Von Jürgen Schweizer

Do, 12. April 2018

Wyhl

Fotoausstellung des Heimatvereins Wyhl lockt Hunderte von Besuchern aus dem Ort und der ganzen Region an.

WYHL. Die Fotoausstellung unter dem Motto "Kinder, wie die Zeit vergeht" vom Heimatverein Wyhl stieß auf eine sehr große Zuschauerresonanz. Laut Vorstandsmitglied Joachim Kniebühler zählte man 800 bis 1000 Besucher in der Festhalle. Gezeigt wurden fast 700 historische Fotos.

Die Ausstellung lockte offenbar nicht nur Besucher aus der Gemeinde Wyhl, sondern auch darüber hinaus aus der ganzen Region an. Die ausgestellten Fotografien boten Jung und Alt nicht nur einen Einblick in das ländliche Leben der Bevölkerung in früheren Zeiten, sondern auch in Vereine, Schule, Kirche und Arbeit.

Eigentlich wollte der Heimatverein bereits zu seinem 30-jährigen Bestehen der Bevölkerung eine große Bilderausstellung präsentieren, doch aufgrund diverser Umstände kam es nicht dazu. Seit gut einem Jahr hatte es sich das Vorstandsteam des Vereins zum Ziel gesetzt, diese Ausstellung 2018 nachzuholen und den interessierten Besuchern zu zeigen, wie und was sich alles in der Gemeinde verändert hat. In mühevoller Arbeit und mit viel Liebe zum Detail hat der Heimatverein eine ansprechende Ausstellung zusammengestellt, die zu einer Reise ins Wyhl anno dazumal einlud. Der nicht enden wollende Besucherstrom bewies, dass der Heimatverein das Interesse der Bevölkerung getroffen hat. So waren am Sonntag nicht nur zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort, sondern auch an alten Fotografien interessierte Besucher aus nah und fern in der Festhalle anzutreffen. Auch Bürgermeister Ferdinand Burger ließ es sich nicht nehmen, die historischen Aufnahmen in Augenschein zu nehmen. Wie alle Besucher zeigte auch er sich von der gelungenen Ausstellung beeindruckt. Auch das Vorstandsteam des Heimatvereins zeigte sich mehr als zufrieden mit dem großen Interesse.

Die Idee, alte Bilder zu sammeln und zu sichten, war bereits Anfang der 80er-Jahre entstanden durch Hermann Burkart, dem es zu verdanken ist, dass Wyhl ein so umfangreiches Fotoarchiv besitzt. So gab es bereits in den 80er-Jahren eine Fotoausstellung, die von der Bevölkerung begeistert aufgenommen wurde. Deshalb stießen die Verantwortlichen mit ihrer Idee, 2018 wieder eine Fotoausstellung zu machen, bei vielen Privatpersonen auf offene Türen und viele Familien waren bereit, alte Fotos auszugraben und zur Verfügung zu stellen. Aus diesem reichen Schatz an Fotografien der vergangenen 80 Jahre sowie 400 Fotos aus dem umfangreichen Archiv des Heimatvereins entstand die gelungene Ausstellung mit fast 700 Fotos.

Aber auch das Ambiente an diesem Tag stimmte. Bereits im Foyer wurde an einer Ausstellungstafel an das Wirken des Heimatvereins erinnert. Eine andere Tafel informierte über an die aus Wyhl stammende Missionsschwester Alberta, die in Südafrika tätig war und im vergangenen Jahr verstorben ist. Auch interessante Schilder von der Wyhler Kirche oder von der Zeit des KKW-Widerstandes waren zu sehen. Auf der Bühne konnte man Teil 1 und Teil 2 von Rudi Schwörers Film "Unser Dorf" aus der Zeit zwischen 1978 bis 1982 anschauen.

Mit einer Spielecke und Kinderschminken hatte man auch an die Kleinen gedacht, die sich auch mit dem neuen Wyhler Malbuch die Zeit vertrieben, das ebenfalls vorgestellt wurde.

Über neue Mitglieder würde sich der Wyhler Heimatverein freuen.