Nach einer Dekade nicht mehr wegzudenken

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Von pbe

Mo, 24. Juli 2017

Zell im Wiesental

Das Seniorenzentrum in Zell feiert zehnten Geburtstag mit Gottesdienst und Fest / Der Weg zur Inbetriebnahme war steinig.

ZELL (pbe). Seit zehn Jahren gibt es in Zell das Seniorenzentrum. Die ganz maßgeblich vom Zeller Ehrenbürger Hans Fräulin initiierte Einrichtung im Herzen der Schwanenstadt erweist sich nicht nur für die Stadt Zell und die Umlandgemeinden als segensreich – auch die Menschen, die ihren Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung verbringen wollen, profitieren davon. Aus diesem Grund wurde das zehnjährige Bestehen, verbunden mit dem diesjährigen Sommerfest, am Freitagnachmittag mit einer ökumenischen Andacht gestartet, zelebriert von den Vertretern der beiden Kirchen, Pfarrer Frank Malzacher und Pfarrer Hans-Joachim Demuth.

Als im Jahr 2007 der Betrieb im Bürgerheim aufgenommen wurde, erfüllte sich für die Schwanenstadt ein lange gehegter Wunsch. Daran erinnerte Vorstand Christoph Dürdoth vom St. Josefshaus in Herten, dem Träger der Einrichtung. Er sprach von einem langen und nicht einfachen Weg, angefangen von den ersten Überlegungen 1984 bis hin zur Inbetriebnahme 2007.

Hilfreich war nach Dürdoths Worten die Gründung des Vereins zur Förderung des Bürgerheims Zell (heute Bürgerverein Zell) vor mehr als 26 Jahren. Dank auch der Förderung durch das Land sowie des Landkreises konnte im Juni 2005 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bereits Anfang März 2007 nahmen die Mitarbeiter ihre Arbeit auf und sechs Wochen später zogen die ersten Heimbewohner ein.

Neben der Sozialstation Oberes Wiesental und den von ihr angebotenen Betreuungsleistungen wie Tagespflege und einem ambulanten Dienst etablierte sich in unmittelbarer Nachbarschaft auch die vom Bürgerverein Zell und der AWO Zell gemeinsam betriebene Begegnungsstätte. Ferner bietet das St. Josefshaus Herten einen eigenen Bereich für die Dauer- und Kurzzeitpflege.

Ein dickes Lob zollte Dürdoth den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz für ein fürsorgliches Miteinander sorgen. Dürdoths Dank richtete sich auch an Heimleiterin Nicole Brutschin und ihr Mitarbeiterteam sowie an Peter Kiefer, der acht Jahre die Einrichtung leitete. 2015 übernahm seine Nachfolgerin Nicole Brutschin die Leitung des Hauses, das heute 40 Heimbewohnern eine angenehme Unterkunft und Pflege bietet. Daneben bietet das Seniorenzentrum 13 Plätze für die Tagespflege.

" Wir freuen uns über jeden Besucher, der heute mit uns feiert", sagte Nicole Brutschin bei der Begrüßung der zahlreichen Besucher. Gleichzeitig stellte sie die durchaus hilfreichen Angebote, die es rund ums Bürgerheim gibt, vor.

Auf Herz und Nieren prüfen lassen durfte man sich beim angebotenen "Check" am Stand der Wiesentalapotheke sowie beim Beratungsteam des Sanitätshauses Lopez aus Schopfheim. Wer umfassende Informationen über die Pflege wünschte, erhielt diese von der Altenpflegeschule sowie von der Leitung der Sozialstation.

In der nahen Begegnungsstätte wurden die Besucher mit Kaffee und Kuchen verwöhnt. Für die musikalische Unterhaltung sorgten neben Peter Kiefer und seinem Pflegeheimchor auch das Jugend-Vororchester von Tina Klotz aus Häg-Ehrsberg sowie die Band "Nimm 3". Ein besonderer Höhepunkt der Feier war der Auftritt der Kindertrachtengruppe aus Häg-Ehrsberg.