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19. Februar 2011
Neuaufbau der offenen Jugendarbeit
Stadt Zell kooperiert mit Caritas: Janette Sowa ist Betreuerin für das neue "Jugendhaus" / Verbindung mit Schulsozialarbeit nützlich.
ZELL. Auf das bisherige Zeller Jugendzentrum folgt ein "Jugendhaus" in separaten Räumen der Johann-Faller-Schule, und eine Betreuerin ist gefunden: Als neue Jugendsozialarbeiterin wurde gestern im Rathaus Janette Sowa (24) vorgestellt. Federführend für die offene Jugendarbeit ist seit 15. Februar die Caritas, mit der ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wurde.
Im Vertrag mit der Caritas, den Fachbereichsleiter Karlheinz Keller auf den Tisch legte, sind die Aufgaben beschrieben. Dazu gehört unter anderem die organisatorische Vernetzung von offenen Angeboten, die Integration von Jugendlichen, mobile Jugendarbeit und Angebote wie der Nachtsport.Das Jugendhaus soll 12 Stunden geöffnet sein. Janette Sowa bekommt in Zell eine 50-Prozent-Stelle, zusätzlich wird sie für die Caritas in Rheinfelden den Mädchentreff betreuen.
Janette Sowa kommt aus Nürtingen und studierte an der PH Freiburg, wo sie den Bachelor-Studiengang Erziehung und Bildung absolvierte, was dem Sozialpädagogikstudium entspricht. Ihre erste Aufgabe wird nun sein, Kontakte zu knüpfen zu Jugendlichen und Vereinen. Vorübergehend wird sie im Rathaus anzutreffen sein, wo die Caritas sonst ihre Beratungen abhält. Sie will als Ansprechpartnerin ein offenes Ohr für Eltern haben und Unterstützung anbieten, wenn es um Jugendfragen geht. Die Räume in der Johann-Faller-Schule, mit eigenem Eingang zur Gartenstraße hin, müssen noch umgebaut und eingerichtet werden (Küchenzeile, Kicker, Billard, Darts, Spiele und Sportgeräte), wobei Jugendliche mithelfen können. Ruth Götzmann, Fachbereichsleiterin für Jugend- und Sozialarbeit im Caritasverband des Landkreises Lörrach, berichtete, dass Janette Sowa nach dem Abitur ein freiwilliges Jahr in einem Jugendhaus bei Stuttgart absolviert hat. Dort habe sie schon viele Verantwortungsbereiche übertragen bekommen und sei aufgrund ihrer Erfahrungen in diesem Bereich ausgewählt worden ("Sie weiß, was auf sie zukommt"). Im Januar hat sie beim Caritasverband angefangen
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Mit der Kooperation in Zell betrete man Neuland, Ruth Götzmann sprach von einer Herausforderung. Da die Caritas in Zell auch die Schulsozialarbeit betreut, würden sich Synergieeffekte ergeben. Als Ziele nannte sie: Freiraum schaffen für Jugendliche, die Förderung von sozialen Kompetenzen und die Motivation zum selbstverantwortlichen Handeln (freiwillige Dienste, Hausrechtler). Die Jugendhilfeplanung gelte es weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Punkt ist der Aufbau eines Jugendnetzwerkes, wozu auch die Vereine an den runden Tisch kommen sollen. Nachdem die pädagogische Betreuung im Jugendzentrum seit einem Jahr praktisch brach lag, muss jetzt wieder Aufbauarbeit geleistet werden.
Autor: Hermann Jacob
