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30. April 2011
Zierde mit hohem Anspruch
Goldschmiedin Kerstin Laibach aus Zell ist im Juni bei der Londoner Schmuckwoche präsent.
ZELL. Wer in nächster Zeit London besucht, könnte auf Werbeplakaten in der U-Bahn die Schmuckkreationen der Zeller Goldschmiedin Kerstin Laibach (34) sehen. Als aufstrebende Künstlerin einer ethisch-ökologischen Bewegung in der Schmuckbranche wurde sie zur renommierten "London Jewellery Week" im Juni eingeladen.
Nach ihrer Ausbildung in Weil am Rhein arbeitete sie als Goldschmiedin in Freiburg. Nachdem ihr die Umweltfolgen der herkömmlichen Schmuckherstellung zunehmend bewusst geworden seien, gründete sie ihr eigenes Atelier, um konsequent nach ethischen und ökologischen Grundsätzen zu arbeiten.Sie verarbeitet für ihren umweltfreundlichen Schmuck zum Beispiel nur recyceltes Gold und Silber, verwendet keine tierischen Produkte und sammelt Kieselsteine für Schmuckstücke, die auch ein Stück Umweltbewusstsein verkörpern sollen. Die Schmuckstücke werden nicht galvanisiert, Edelsteine stammen nur aus gebrauchtem Schmuck, Diamanten nur aus dem Labor, und im Atelier kommt der Strom aus erneuerbaren Energien. Der Natur mehr geben, als zu nehmen, lautet der Anspruch.10 Prozent des Verkaufserlöses fließen folglich an Natur- und Tierschutzorganisationen. Ihr Atelier befindet sich in Atzenbach, außerdem arbeitet Kerstin Laibach noch in Dorset/England. Die beiden Hauptkollektionen nennt sie "Brit-Rocks" und "Constanze", mit Steinen von der Küste Südwest-England, vom Rhein und vom Bodensee. Um den Schmuck als "ethisch und ökologisch" bezeichnen zu können, wird auf jedes Detail geachtet. Auf transparente, rückverfolgbare Herstellungsprozesse wird bei der Auswahl der Lieferanten von recycelten, umwelt- und tierfreundlichen Materialien geachtet. Die Präsentationsverpackungen stellt sie selbst her.
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Das eigene Atelier wurde 2009 gegründet. Neben dem ökologischen Aspekt, Schmuckstücke mit gesammelten Steinen anzufertigen, ist sie fasziniert, wie die Natur solche Steine geformt hat. Mit einem elementaren Bruchstück aus der Natur in Verbindung stehen zu können, sei ein seltenes Gut in der heutigen Zeit, in der alles von Menschen manipuliert und verändert werde.
In London wird sie vom 6. bis 12. Juni ihre neuesten Kollektionen im Victoria House zeigen. Auf ihrer Homepage weist sie auf ihr kleines Atelier "nahe der Geburtsstadt von Constanze Mozart" hin. Eine kleine Auswahl ihrer Schmuckstücke zeigt sie am Wochenende beim Maimarkt für Künstler und Handwerker im Blasihof in Todtnau-Geschwend (30. April 14-18 Uhr und 1. Mai 10-18 Uhr).
Autor: Hermann Jacob
