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01. August 2013

Zurück zur Natur-Wiese

Auftrag zur Renaturierung des Flüsschens bei Langenau erteilt.

  1. 300 Meter der Kleinen Wiese sollen renaturiert werden. Foto: A. Hönig

SCHOPFHEIM (hö). Die Renaturierung eines 300 Meter langen Abschnitts der Kleinen Wiese bei Langenau als Ausgleich für das Baugebiet Loh-Nord kann beginnen: Der Bau-, Umwelt- und Technikausschuss hat die Landschaftsbauarbeiten an die Bernauer Firma Schmidt Hoch + Tiefbau vergeben.

Das Planungsbüro Faktor Grün hatte die Kosten dafür mit rund 95 000 Euro veranschlagt, in diesem Bereich um die 100 000 Euro liegt auch das Angebot der Firma, hieß es in der Sitzung. Geplant ist, das Flussbett an zwei Abschnitten um bis zu zehn Meter zu verbreitern und das Ufer dort stark abzuflachen, um Zonen mit häufig wechselnden Wasserständen zu schaffen. Das Ganze soll einen Auencharakter erhalten, neue Lebensräume für Tiere sollen so entstehen. Um dies zu unterstützen, wird die eine oder andere Bauminsel inmitten des Flusses geschaffen und Totholz im Fluss platziert – einzelne, extra dafür gefällte und mit Gesteinsbrocken beschwerte Bäume. Nachgeholfen werden soll der Natur auch bei der Uferbepflanzung. Da sich direkt nach der Umgestaltung mutmaßlich ein dichter Staudenknöterich-Reinbestand auf den freien Flächen breit machen würde, sollen gezielt Weidenstecklinge gepflanzt werden. Die Ausgleichsmaßnahmen sollen 2013 und Anfang 2014 umgesetzt werden. Klaus Böttger, Vorsitzender des BUND und sachkundiger Bürger im BUT, begrüßte das Vorhaben und bestätigte ausdrücklich, dass "so eine Maßnahme auf jeden Fall mehr bringt als das Pflanzen von ein paar Bäumen in einem Gebiet oder andere Alibiveranstaltungen." Von ihm aus dürfe man gerne die Renaturierung auf weitere Abschnitte der Kleinen Wiese ausdehnen "und zur Quelle hochgehen". Bauverwalter Bernd Benz erklärte, dass im "Gewässerentwicklungskonzept Kleine Wiese" durchaus weitere Renaturierungsschritte vorgesehen sind, unter anderem auch der Bau einer rauen Rampe.

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Autor: hö