Kernkraftwerk Leibstadt wieder am Netz

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 06. November 2018

Aargau

Jahresrevision abgeschlossen.

LEIBSTADT (BZ). Am vergangenen Freitag ist das Kernkraftwerk Leibstadt nach einer rund siebenwöchigen Revisionszeit wieder mit dem Stromnetz verbunden worden. Wie aus einer Mitteilung des Kernkraftwerks hervorgeht, wurden während der vergangenen Wochen 80 frische Brennelemente in den Reaktorkern geladen, der insgesamt 648 Elemente enthält. Daneben gehörten unterschiedliche Instandhaltungsarbeiten und umfassende Prüfungen an Systemen, Komponenten und Armaturen zum Revisionsprogramm. Mehr als 1000 externe Fachkräfte unterstützten während der Jahreshauptrevision die 500 Mitarbeiter des Kernkraftwerks.

Während der Jahreshauptrevision, so heißt es weiter, überprüften interne und externe Fachspezialisten erneut jene Brennelemente, die bei der letzten Revision neu eingesetzt worden waren. Wie im vergangenen Jahr wurden an keinem der inspizierten Brennelemente Befunde an Brennstäben festgestellt.

2016 waren an einzelnen Brennstäben Befunde festgestellt worden. Betroffen waren einzelne, frisch eingesetzte Brennelemente an bestimmten Positionen im Reaktorkern. Seither wird das KKL mit einer reduzierten Leistung betrieben, was auch im kommenden Betriebszyklus so sein wird.

Die vertiefte Ursachenanalyse zu den Befunden an den Brennstäben ist nach Angaben des Unternehmens weit fortgeschritten. Untersuchungen wiesen nach, dass es sich bei den Befunden um reine Ablagerungen handelt. Die Integrität der Brennstabhüllrohre sei stets gewährleistet gewesen. Die physikalischen und wasserchemischen Vorgänge, die bei der Entstehung der Ablagerungen eine Rolle spielen, würden gegenwärtig noch abschließend untersucht.

Die Instandsetzung einer Schweißnaht an einem Notkühlsystem sowie entsprechende Sicherheitsnachweise gegenüber der Aufsichtsbehörde ENSI führten zu einer Verlängerung der Jahreshauptrevision von rund drei Wochen.

Der kommende Betriebszyklus endet am 3. Juni 2019. Das KKL wird vom 3. Juni bis 3. Juli 2019 für seine nächste Jahreshauptrevision vom Netz gehen.