Ab in den Wald

Christiane Franz

Von Christiane Franz

Fr, 24. August 2018

Bahlingen

Kinder aus Bahlingen waren bei der Ferienspielaktion mit Förster Frank Otteni unterwegs.

BAHLINGEN. "Wer muss noch eingesprüht werden?", fragte eine Mutter. "Ich, ich!", riefen zwei Jungs bei der Ferienspielaktion "Mit dem Förster durch den Bahlinger Wald". Drei Stunden dauerte der Spaziergang mit Vesper, bei dem die Wildtiere, die Bäume und der Wald als Lebensraum im Zentrum standen.

Wichtig waren als Ausrüstung für die Kinder ein festes Schuhwerk, lange Hosen und eben jener Schutz durch Einsprühen mit Insektenschutzmittel, um vor Zecken oder Mücken geschützt zu sein. Bevor Förster Frank Otteni die neun Kinder begrüßte, stellte sich passend ein Eichhörnchen ein. Mit vollen Backen für den Wintervorrat hüpfte es zur Freude von Eltern und Kindern über den Parkplatz an der Habstal-Hütte. Von dort aus ging es dann für die Kinder steil bergan in den Gemeindewald. Der Gemeindewald, erklärte der Förster, gehöre den Bürgern: "Jeder ist verantwortlich und jeder darf sich hier erholen."

Bei der ersten Station zog jedes Kind eine Karte mit einem abgebildeten Waldtier aus einem Stapel von 30 Karten. Durch Fragen, die mit Ja und Nein zu beantworten waren, errieten die anderen meist schnell den jeweiligen Waldbewohner. Vor allem die Fragen nach der Anzahl der Beine oder zum Essverhalten (Fleischfresser oder nicht?) führten rasch zum Erfolg. Waldassel und Schlange bereiteten kaum Probleme, während Waldmaus und Grasfrosch mehr Nachfragen erforderten.

Am Ende stellten die Kinder sowie Förster Otteni und Jasmin Keller von der Gemeinde elf verschiedene Waldtiere wie Wolf, Fuchs Dachs, Biene oder Regenwurm dar. Wie alle im Nahrungsnetz miteinander zusammenhängen (Wer frisst wen? Wer ist wessen Konkurrent, wer auf wen angewiesen?) war Thema bei der nächsten Station. "Wichtig ist, deutlich zu machen, dass jedes Tier mit den anderen vernetzt ist. Wenn ein Tier aus irgendeinem Grund ausfällt, entsteht im Nahrungsnetz ein Loch", sagte Otteni.

Für die Kinder galt es aber auch, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen. Sollte auf ein Tier entdeckt werden, das nicht auf Anhieb bekannt war, hatte der Förster entsprechende Nachschlagewerke dabei. Spaß hatten die sechs Jungs und drei Mädchen unter anderem beim Baumtastspiel, bei dem durch Ertasten der Rinde der Baum anschließend mit den Augen erkannt werden sollte. Durch das Sammeln von Blättern nach Vorlage konnte jedes Kind am Ende des spannenden Vormittags ein kleines Herbarium mit nach Hause nehmen.