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13. Januar 2011
Sporthalle in Ritschow bekommt einen neuen Boden
Albbrucker Verein Zukunft für Ritschow war einmal mehr helfend in dem weißrussischen Ort tätig / Suche nach Gastfamilien.
ALBBRUCK (de). Auf recht unterschiedliche Weise hat der Verein Zukunft für Ritschow – Leben nach Tschernobyl in der Region Gomel/Belarus in den vergangenen Jahren Projekte gestartet, die Kindern in jenem weißrussichen von der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl (Ukraine) in Mitleidenschaft gezogenen Gebiet zugute kamen. Und mit einem neuerlichen Arbeitseinsatz zeigten Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins jetzt mit Helfern vor Ort, dass gemeinsam viel erreicht werden kann.
Martin Leber und Roland Studinger aus Unteralpfen sowie Andreas Puke aus Lauchringen sorgten mit Klaus Thon aus Stuttgart und der in Basel lebenden Amerikanerin Karen Thore für einen neuen Sporthallenboden für die Schule in Ritschow. "Gerade jetzt im Winter profitieren die Kinder von der renovierten Sporthalle", versicherte die Vereinsvorsitzende Hedi Müller. Sie konnte sich vor Ort davon überzeugen, wie glücklich Schulleitung und Schüler über diese positiven Veränderungen sind.
Dank der finanziellen Unterstützung des American Womens Club in Basel konnte zudem die notwendige Sportausrüstung beschafft werden. So ist jetzt regulärer Sportbetrieb in der Halle möglich, die von Jugendlichen aber auch von Erwachsenen zum gemeinsamen Spielen und zum Training genutzt wird.
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Hilfe zur Selbsthilfe soll übrigens auch künftig die Verhältnisse für die Jugend in Ritschow verbessern. Dabei ist es Hedi Müller und ihrem Team überaus wichtig, dass weißrussische Helfer in die Vorhaben eingebunden werden. "Wir haben gespürt, dass wir willkommen sind", versicherte der stellvertretende Vereinsvorsitzende Andreas Puke. Die Zusammenarbeit habe sehr gut geklappt. Auch das Echo der Behörden auf die fremde Hilfe ist offenbar sehr positiv, was die deutschen Helfer aus einem weißrussischen Zeitungsbericht erfahren konnten.
Auch für dieses Jahr ist ein Arbeitseinsatz in Ritschow geplant. Nach längeren Verhandlungen ist es nun gelungen, zwei Schulräume in einen Kindergarten mit den notwendigen Nebenräumen umfunktionieren zu können. Für etwa 20 Kinder soll dort ein Betreuungsangebot verwirklicht werden. Dabei will sich der American Womens Club in Basel erneut mit einer Spende beteiligen.
Wichtig ist dem Verein Zukunft für Ritschow auch weiterhin die Erholung von weißrussischen Kindern in der Region am Hochrhein. Um in der Zeit vom 17. Juli bis 13. August möglichst vielen Kindern aus Ritschow einen Aufenthalt in guter Luft ermöglichen zu können, werden dringend Familien und Einzelpersonen gesucht, die bereit sind, ein oder zwei Kinder bei sich aufzunehmen.
Autor: bz
