Umbauarbeiten

Asylbehörde kommt erst im Juni nach Freiburg

Daniel Gräber (Der Sonntag)

Von Daniel Gräber (Der Sonntag)

So, 03. April 2016 um 15:13 Uhr

Freiburg

Die Eröffnung der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Freiburg verzögert sich um mindestens zwei Monate. Sie wird erst im Juni ihren Betrieb aufnehmen.

Flüchtlinge, die in Südbaden auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten, müssen sich noch gedulden. Denn die Eröffnung der neuen Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Freiburg verzögert sich um mindestens zwei Monate. Ursprünglich war geplant, dass die südbadische Bamf-Außenstelle am 1. April ihren Betrieb aufnimmt. Doch die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten im Industriegebiet Haid sind noch eine Baustelle. "Die vollständige Inbetriebnahme wird voraussichtlich zum Juni erfolgen", sagte eine Sprecherin des Bundesamts dem Sonntag. Seit Freitag würden erste Mitarbeiter qualifiziert, "die Ausbauarbeiten am Gebäude laufen parallel weiter".

Mitarbeiter überlastet

Bislang ist die Bamf-Außenstelle in Karlsruhe auch für südbadische Asylbewerber zuständig. Doch deren Mitarbeiter sind so überlastet, dass sie mit der Bearbeitung der Fälle kaum hinterherkommen. Viele Flüchtlinge warten schon seit Monaten auf einen Termin in Karlsruhe, um überhaupt erst einmal ihren Asylantrag stellen zu können. Für welches Gebiet die neue Außenstelle in Freiburg zuständig sein wird, sei noch unklar, sagte die Bamf-Sprecherin.

In einem Nachbargebäude im Industriegebiet Haid will das Land Baden-Württemberg zudem eine neue Erstaufnahmestelle einrichten – um Flüchtlinge unterzubringen, bevor sie in die Landkreise und Kommunen verteilt werden. Doch auch dabei kommt es zu Verzögerungen. "Wir verhandeln noch mit dem Eigentümer über bauliche Ertüchtigungen", sagte Markus Adler, Sprecher des Regierungspräsidiums Freiburg. Mit einer Eröffnung sei wahrscheinlich erst "in der zweiten Jahreshälfte" zu rechnen.

Mehr zum Thema: Dieser Text ist in "Der Sonntag" am 3.4.16 erschienen