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28. Juli 2008

Keine Zeit für Langeweile

Rund um den Batzenberg bieten Gemeinden, Vereine und Privatleute Ferienprogramme für Kinder / Kein Angebot im Hexental

  1. Spiel und Spaß bieten die Ferienprogramme der Gemeinden, Vereine und Privatleute. In Schallstadt beispielsweise findet jedes Jahr ein großes Abschlussfest stand. Dort wurde im vergangenen Jahr dieses Bild aufgenommen. Foto: BZ-Archiv/Markus Faller

HEXENTAL/BATZENBERG Exkursionen, Ausflüge, Basteln, Spiel, Sport und Spaß: In den Sommerferien veranstalten viele Gemeinden ein Sommerferienprogramm für Kinder und Jugendliche. Die Kinder und nicht zuletzt auch die Eltern schätzen diese Angebote. Was rund um den Batzenberg und im Hexental geboten ist, hat die Badische Zeitung zusammengefasst.

In den meisten Gemeinden brauchen die Kindern einen Ferienpass, um die Angebote nutzen zu können. So auch in Ebringen, wo die ganzen sechs Ferienwochen über Aktionen angeboten werden – insgesamt 48 Stück. Organisiert wird das Ferienprogramm im fünften Jahr von Eltern in ehrenamtlicher Arbeit. Unterstützt werden sie von der Gemeindeverwaltung. Die Kinder müssen einen Anmeldebogen ausfüllen, im Anschluss entscheidet das Organisationsteam, wer in welches Projekt eingeteilt wird. In den vergangenen Jahren entwickelten sich beim Ebringer Nachwuchs die Projekte "Klettern im Waldseilgarten" und "Backen mit dem Bäcker" zum Renner.

Auch die Kinder im Schneckental benötigen einen Ferienpass, um das Ferienangebot nutzen zu können. Es wird von den Vereinen mit Unterstützung der Gemeinde Pfaffenweiler auf die Beine gestellt. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Plätze für die einzelnen Aktionen ausgelost. Ein besonderer Höhepunkt für die Sprösslinge bildete im vergangenen Jahr der Besuch der Bäckerei Heitzmann sowie die Besichtigung des VAG Betriebshofes in Freiburg.

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Damit auch die daheimgebliebenen Kinder in Schallstadt nicht in ein Sommerloch fallen, veranstaltet die Gemeinde seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Ferienprogramm. 14 Veranstaltungen stehen heuer auf dem Programmplan. Darunter sind viele Ausflüge und Besichtigungen außerhalb von Schallstadt. Besondere Aktivitäten – wie etwa der Besuch des Flugplatzes oder des Hochseilgartens – waren in der Vergangenheit sehr gefragt. Unterstützung beim Ferienprogramm bekommen die Gemeinden von einigen Vereinen, die die Kinder zu gestalteten Nachmittagen einladen. Bei Projekten mit Teilnehmerbegrenzung entscheidet das Los darüber, wer teilnehmen darf. Ein Ferienpass ist die Voraussetzung. Außerdem bietet auch der Förderkreis der Johann-Philipp-Glock-Schule ein Ferienprogramm an. Themen sind der Orient und die Zeit der Piraten.

Die Kinder in Ehrenkirchen mögen es kreativ: Hier sind Projekte wie Töpfern, das Bearbeiten von Speckstein oder Schnitzen beliebt. Organisiert wird das gesamte Programm von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Ferienprogramm. Die einzelnen Veranstaltungen werden jedoch von Vereinen angeboten. Auch hier war eine frühe Anmeldung von Vorteil, denn wer am schnellsten war, hatte die besten Aussichten, für die Aktionen seiner Wahl einen Platz zu ergattern.

In Bollschweil werden diesen Sommer 19 Projekte von Vereinen und Privatpersonen angeboten. Große Nachfrage herrscht dieses Jahr bei der Aktion "Wasserrad und Co.", die an der Möhlin stattfindet. Trotz eines Zusatztermins müssen für diese Veranstaltung immer noch Bewerber abgewiesen werden. Aber auch Ponyreiten oder Klettern erfreuen sich eines großer Nachfrage. Organisiert werden die Angebote von der Gemeinde, die Veranstalter sind jedoch Vereine oder Privatpersonen vor Ort. Fast alle Projekte sind für die Teilnehmer kostenlos, lediglich für das Basteln wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Auch junge Mütter wurden aktiv, denn sie veranstalten in Eigeninitiative Spielnachmittage, da das Angebot in diesem Bereich sehr beschränkt ist. In Bollschweil gilt das Motto, wer zuerst kommt, mahlt zuerst: die Plätze werden in der Reihenfolge ihrer Bewerbung vergeben.

In den Hexental-Gemeinden wird – wie auch in den vergangenen Jahren – nur ein Programm vom Förderkreis der Hexentalschule angeboten. Die Gemeinden stellen kein eigenes Programm auf die Beine. Merzhausens Hauptamtsleiter Friedrich Treuheit begründet dies mit der mangelnden Nachfrage seitens der Kinder und dem nicht ganz auf die Bedürfnisse zugeschnittenen Angebot. Es gab in der Verwaltungsgemeinschaft Hexental allerdings ein Programm, das einmal pro Ferienwoche Aktivitäten anbot. Es wurde jedoch vor zwei Jahren eingestellt.

Nähere Informationen zu den einzelnen Ferienprogrammen gibt es bei den Gemeindeverwaltungen.

Autor: Von Daniela Sandmann und Miriam Dippe