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14. Mai 2012

Kleine Artisten groß in Form

Zirkusprojekt im Auggener Kindergarten Vogelnest.

  1. Auch ein Seiltanz auf der Bank will geübt sein. Foto: Sigrid  Umiger

AUGGEN. Spielerisches Lernen ist das Ziel der Projektarbeit in Kindergärten. Für die 94 Zöglinge im Auggener Kindergarten Vogelnest läuft sechs Wochen lang das Projekt "Zirkus Vogelino". Trainiert werden dabei nicht nur die Grob- und Feinmotorik. Auch Kenntnisse über Tiere und deren Verhalten werden vermittelt.

Unter der Regie von Kindergartenleiterin Nicole Lichtblau bieten drei Erzieherinnen wöchentlich acht Workshops an, abgestimmt auf das Alter der Kinder. Parallel zum körperlichen Training ist das Thema aber auch theoretisch präsent, mit Liedern, bei Fingerspielen, Bilderbücher studieren und beim Basteln. Da die Erzieherinnen die Kinder gut kennen, werden die Gruppen nicht nur altersgerecht eingeteilt, sondern auch je nach Temperament, damit jedes Kind ein Erfolgserlebnis haben könne und weder über- noch unterfordert werde, sagt Nicole Lichtblau. Zum Einsteig ins Projekt begeisterte mit einer Clown-Nummer Robert Eisele, Chef des Müllheimer Zirkus Ragazzi, die Kinder. Und in der Einführungswoche durfte jeder alles ausprobieren, um zu sehen, wo seine Stärke liegt, erklärt Claudia Haak. Sie leitet gemeinsam mit Jennifer Sammarco und Marlene Mayer die Workshops. Geprobt wird unter anderem Seiltanz, Trampolinspringen, Jonglieren, Tüchertanz, Laufen auf Pedalos. Die Dreijährigen sind begeistert von der Löwen- und Pferdedressur, wobei die einen Dompteur spielen und die anderen in die Rollen der Tiere schlüpfen. Am Ende des Projektes präsentiert jede Gruppe vor allen Kindern ihre eingeübte Zirkusnummer.

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Ausgewählt werden die Projekte von den Eltern über Umfragen, sagt Nicole Lichtblau. Beim Vorgängerprojekt ging es um die Stärkung der sozialen und emotionalen Kompetenzen. Kinder sollten lernen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und die von anderen Menschen zu respektieren. Dabei entstand die Idee zu "Kinder helfen Kindern". Die Kinder bereiteten Kräutersalz, Apfelmarmelade, gebrannte Mandeln und Müsliriegel und spendeten den Erlös aus dem Verkauf, 320 Euro, dem Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg.

Autor: Sigrid Umiger