Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

02. Mai 2015

Aus Farben werden bunte Häuser gezaubert

Ulrich Kellermann aus Berlin stellt auf Einladung des Kunstvereins im Gundelfinger Rathausfoyer seine Werke aus.

  1. Aus Farben Häuser gezaubert / Neue Ausstellung im Gundelfinger Rathaus Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Ulrich Kellermann aus Berlin zeigt in der neuen Ausstellung im Gundelfinger Rathaus seine Arbeiten. Es sind abstrakte Gemälde, die viel Raum für Deutungen lassen. Eingeladen wurde der Künstler vom Kunstverein Gundelfingen. Die Ausstellung ist bis 27. Mai zu sehen. Eröffnet wurde die Vernissage von Bürgermeisterstellvertreter Bernd Bauer.

Wer jetzt das lichte Rathausfoyer in betritt, kann sich der bunten Vielfalt nicht entziehen. 23 Bilder stellt der Künstler unter dem Titel "House on earth" aus. Viele von ihnen zeigen Häuser. "Die sind schon immer mein Thema", erzählte Kellermann während der Vernissage am Mittwochabend. "Wenn ich an ein Haus denke, sehe ich meine Freunde mit ihren Freuden und Sorgen – die Empfindungen habe ich jetzt gemalt." Kellermann zeigt abstrakte Gebäude, konkrete dargestellt oder aber nur angedeutete. Es sind Bilder von Häusern einer Großstadt oder von Häusern, die wie Pilze aus dem Boden schießen. Die Bilder der Reihe "House on earth" hat er für die Ausstellung in Gundelfingen eigens geschaffen.

Werbung


"Wenn ich anfange, habe ich eine konkrete Idee vor Augen. Doch dann gebe ich mich hin und male das, was das Bild mir sagt", erläuterte Kellermann. "Ich lasse das Gemälde sich selbst entwickeln." Heraus kommen dann farbenfrohe Bilder mit orange-roten Wirbel oder ein Haus, über dem sich dunkle Wolken zusammenbrauen. Auf einem anderen Ölbild gleicht das Haus einem Berg, daneben eine tiefblaue Wasserfontäne. "Eine meine großen Inspiration-Quelle sind Bücher", sagt der Künstler. Welche das sind, erklärte er nicht. Er will sich nicht festlegen lassen.

Ulrich Kellermann kommt aus einer "unkünstlerischen" Familie, wie er erzählt. Er ist in Passau geboren und wurde nach der Schule Masseur. "Der Beruf war nicht meines, ich war ohne Herzblut dabei – obwohl ich gut war." Aus der Lebenskrise heraus beschloss er, sich der Kunst zuzuwenden. Schon in seiner Schulzeit fand er Gelegenheit zu malen – auf Butterbrotpapier. Er bewarb sich bei der Akademie der bildenden Künste in München, schaffte die Aufnahmeprüfung und studierte freie Malerei bei Professor Rudi Tröger. Neben der Malerei ist Kellermann an Theatern unterwegs, um sich vor Ort um das Lichtdesign zu kümmern.

Info: Zu sehen ist die Ausstellung bis 27. Mai montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr freitags 8 bis 16 Uhr im Rathausfoyer
.

Autor: Andrea Steinhart