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21. Dezember 2009

Derzeit werden im Bad Krozinger Schulhort 123 Kinder betreut

Der Jugendförderkreis Bad Krozingen benötigt mehr Gruppenräume mit wohnlichem Charakter, da die derzeitige Kapazität nicht mehr ausreicht

  1. Hortleiterin Ricarda Möller-Gollnau und der stellvertretende Vorsitzende des Jugendförderkreises, Stephan Busch Foto: susanne Müller

BAD KROZINGEN (BZ). Der Vorsitzende des Jugendförderkreises Bad Krozingen, Lothar Moehrke, hatte vor kurzem zu einem Informations- und Diskussionsabend zum Thema "Weiterentwicklung beziehungsweise Zukunft der Einrichtung Hort an der Schule" die Eltern der Hortkinder in das Jugendzentrum eingeladen.

Hortleiterin Ricarda Möllner-Gollnau stellte zunächst den Eltern die räumlichen Gegebenheiten vor. Danach erläuterte der zweite Vorsitzende und Leiter der Abteilung Jugend und Soziales bei der Stadt, Stephan Busch, die Situation der schulartübergreifenden Einrichtung.

Demnach betreuen sechs Pädagogen und weiteren acht Hilfskräften derzeit 123 Kinder an fünf Wochentagen von 12 bis 17 Uhr. Von den 123 Schülern kämen 25 aus der Hauptschule, 86 aus der Realschule, neun aus dem Gymnasium und drei aus der Förderschule. Zwölf Kinder stünden auf der Warteliste. Man rechne bis zum September 2010 mit bis zu 160 Schülern. Die Realschule stelle für die Hausaufgabenbetreuung von 13.30 bis 15.15 Uhr ausreichend Klassenzimmer zur Verfügung. Moehrke führte aus, dass es jedoch für die Freizeitbetreuung von 12.10 Uhr bis 13.05 Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr an Gruppenräumen mangele, in denen sich die betreuten Schüler entspannen, aber auch kreativ betätigen können. Der Jugendförderkreis als Träger des Horts stelle zwar seine Räumlichkeiten zur Verfügung, könne aber damit eigentlich nur 80 Schüler im Freizeitbereich betreuen. Es sei pädagogisch nicht vertretbar, die Kinder von 7.50 Uhr bis 17 Uhr in nüchternen Klassenzimmern zu halten, so Busch. Hier seien Räume mit wohnlichem Charakter unabdingbar.

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Der Jugendförderkreis stehe mit der Stadt in Verhandlungen, weitere Räume zu schaffen. Denn ohne weitere Gruppenräume sei die Kapazität des Hortes an der obersten Grenze angelangt; die Zahl der aufzunehmenden Schüler müsse in Folge begrenzt werden. Auch die Finanzierung des Personals mache Schwierigkeiten. Vorausgesetzt der noch ausstehenden Genehmigung durch den Kommunalverband Jugend und Soziales stelle das Land 42 Prozent, die Eltern 42 Prozent und die Stadt 18 Prozent der Mittel. Durch die Tariferhöhung für den öffentlichen Dienst ab Januar 2010 sei man jedoch gezwungen, den Elternbeitrag ab September 2010 zu erhöhen. Man bemühe sich jedoch, bis zum Ablauf des Schuljahres den Elternbeitrag zu halten.Was das Mittagessen anbelange, zeige sich eine Lösung, die es den Hortkindern und den übrigen Schülern der Realschule und des Gymnasiums ermögliche, in Schichten ein warmes Mittagessen einzunehmen.

Die Eltern lobten die pädagogische Arbeit des Hort sowie das Engagement von Hortleiterin und Mitarbeitern. Hinsichtlich der räumlichen Verhältnisse wünschen sich die Eltern – bei allem Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt – eine Verbesserung. Sie boten ihre Mithilfe bei der Gestaltung von Räumen an.

Bürgermeisterstellvertreterin Sabine Pfefferle führte die wachsende Nachfrage vor allem auf die Qualität der Einrichtung zurück. Die Stadt sei bemüht, den jetzigen Stand des Hortes zu erhalten. Allerdings könne sie aufgrund der finanziellen Lage der Stadt keine Versprechungen abgeben.

Autor: bz