Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

20. April 2010

Frauen ticken auch in der Politik anders

Bürgermeisterin Schönberger beim SPD-Ortsverein zu Gast.

BAD KROZINGEN/HARTHEIM (mad). "Frauen in der Kommunalpolitik" – unter dieser Überschrift war der Vortrag von Hartheims neuer Bürgermeisterin Kathrin Schönberger in der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Bad Krozingen-Hartheim angekündigt. Die Referentin bat um Nachsicht, dass sie sich wegen einer arbeitsreichen Woche auf den Abend kaum vorbereiten konnte. Somit beschränkte sie sich auf das Fazit ihrer ersten 100 Tage im neuen Amt, das ihr sehr viel Freude bereite, sie aber auch vor enorme Herausforderungen und Belastungen stelle.

Bevor die Genossen von Kathrin Schönberger aufgefordert wurden, Fragen zu stellen, berichtete die Amtsinhaberin zunächst über ihren Alltag im Rathaus. Das neue berufliche Wirkungsfeld empfinde sie als spannend, um sich in die komplexe Materie einzuarbeiten, könne "der Tag gar nicht lange genug sein". Amtsleitersitzungen, Personalgespräche, die Vorbereitung von bisher fünf Gemeinderatssitzungen – da bleibe keine Zeit für "PC-Spiele im Büro", korrigierte die Bürgermeisterin die Vorstellungswelt eines Kindes auf einem gemalten Poster, das ihr während eines Besuchs in einem der vier kommunalen Kindergärten überreicht worden sei. Dass die Rathauschefin "viel telefoniert", wollte Schönberger einem anderen Kind nicht in Abrede stellen. Denn tatsächlich müsse sie manche der anstehenden Aufgaben auch mit anderen Behörden oder den (allesamt männlichen) Bürgermeisterkollegen in den Nachbargemeinden abstimmen, etwa die Neuvergabe der Konzessionsverträge mit den Energieunternehmen. Das alles erfordere Zeit. Die brauche sie auch, um in ihr neues Amt hineinzuwachsen. "Mein Herz schlägt für Hartheim," so ihre Botschaft an die Bürger.

Werbung


Kathrin Schönberger bittet um Nachsicht, wenn einige Dinge nun durchaus aus einer neuen Sichtweise betrachtet und entschieden würden als unter ihrem Vorgänger. Frauen ticken anders, reagieren mitunter auch emotionaler als Männer, so ihre Einschätzung. Und natürlich unterlaufen auch ihr Fehler, sei es in der Kommunikation mit Elternbeiräten eines Kindergartens oder im Umgang mit Vertretern der Medien, auf den Schönberger in der Versammlung gezielt angesprochen wurde. Letztlich liege ihr aber an einer guten Harmonie, gerade auch in der Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat.

Autor: mad