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13. Oktober 2017

Ein Kurs für gutes Klima

Neues Angebot der Volkshochschule Bad Säckingen macht den Klimaschutz zum Thema / Zusammenarbeit mit Wehr und Murg.

  1. Eine Kooperation für den Klimaschutz: Ralf Däubler, Frank Philipps, Bernd Crößmann, Georg Freidel und Maximilian Rüttinger (von links). Foto: Jörn Kerckhoff

BAD SÄCKINGEN. Die Volkshochschule (VHS) Bad Säckingen geht bald einen ganz neuen Weg. Von November bis Februar findet dort an fünf Abenden ein Fortbildungsprojekt mit den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Klimawandelfolgen statt. In Kooperation mit der Stadt Wehr und der Gemeinde Murg sollen die Teilnehmer klimafit gemacht werden und künftig als Multiplikatoren in ihren Kommunen dienen.

Stiftungen fördern
"Man hat jeden Tag mehrere hundert Mal die Möglichkeit, sich im Sinne des Klimaschutzes zu verhalten", so Diplom-Geograph Frank Philipps, der den Kurs in Bad Säckingen leiten wird. Es gehe auch darum, welche Möglichkeiten dies sind und dass eine Umstellung des eigenen Verhaltens nicht bedeuten müsse, dass man schlechter lebe.

Im vergangenen Wintersemester habe der Kurs erstmals als Pilotprojekt in Emmendingen stattgefunden, erzählt Philipps. Nach dem Erfolg – 23 Personen nahmen daran teil – habe man beschlossen, die fünf Abende mit jeweils drei Stunden nun in gleich fünf Kommunen in Baden-Württemberg anzubieten. Dies sind Stuttgart, Heidelberg, Bühl, erneut Emmendingen und im Verbund Bad Säckingen, Wehr und Murg. Da er selbst in Rheinfelden lebe, habe er diesen Kurs unbedingt auch am Hochrhein anbieten wollen, erklärt Philipps, wie die drei verhältnismäßig kleinen Kommunen in diesen Kreis aufgenommen wurden. Möglich sei das Angebot überhaupt nur, weil der Kurs durch die Robert-Bosch-Stiftung und die Klaus-Tschira-Stiftung gefördert werde. Mit der Kursgebühr von 20 Euro für die fünf Abende sei dies nicht finanzierbar.

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Wissenschaftler zugeschaltet
Das liegt auch daran, dass namhafte Wissenschaftler an den jeweiligen Abenden live zugeschaltet werden und Vorträge zu verschiedenen Bereichen des Klimawandels und Klimaschutzes halten werden. Auch das sei ein völlig neues Element für die VHS Bad Säckingen, so VHS-Leiter Bernd Crößmann, der sich sehr über dieses Angebot im Programm der Volkshochschule freut. Kooperationspartner bei diesem Projekt sind der World Wide Fund for Nature (WWF), der Heimholtz-Forschungsverbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) sowie die regionalen Bildungsträger ifpro und fesa.

Klimawandel ist Thema
Beginn ist am 9. November mit den Grundlagen zu Themen wie Wetter und Klima. Es geht um natürlichen und durch den Menschen verursachten Klimawandel, außerdem wird der Klimawandel auf lokaler, regionaler und globaler Ebene betrachtet. "Auch bei uns in Bad Säckingen ist der Klimawandel angekommen", erklärt dazu Ralf Däubler, Umweltbeauftragter der Stadt Bad Säckingen. Er stützt sich dabei auf ein Wissenschaftsprojekt von Schülern des Scheffelgymnasiums, die die Klimadaten der Stadt aus den 1960er Jahren bis in die Gegenwart ausgewertet haben. Dabei wurde festgestellt, dass bis zum Jahr 2006 bereits ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um ein Grad stattgefunden hat.

Ursachen des Treibhauseffekts
Weiter geht’s am 14. Dezember mit den Ursachen des Treibhauseffekts, dem Zwei-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens sowie mit dem persönlichen Kohlendioxid-Fußabdrucks jedes einzelnen. Am 18. Januar werden die Auswirkungen und Folgen des Klimawandels auf regionaler und globaler Ebene betrachtet. Selber handeln, und denken heißt es am 1. Februar. Auf kommunaler Ebene selbst für den Klimaschutz aktiv werden, ist der Inhalt des vierten Abends. Mit dem hohen Ziel "Unsere Region wird klimafit" geht es am 22. Februar in den letzten Abend. Dabei werden Vor-Ort-Projekte zum Thema Klimaschutz vorgestellt und ein kritischer Blick auf Klimaaussagen geworfen. Alle Veranstaltungen finden jeweils donnerstags in der Zeit von 18.30 bis 21.30 Uhr im Raum 09 der Volkshochschule Bad Säckingen in der Friedrichstraße 33 statt.

Engagement vor Ort
Für Ralf Däubler ist es selbstverständlich, dass sich Bad Säckingen als Stadt mit dem Zertifikat für den European-Energy-Award (EEA) an diesem Projekt beteiligt. Zumal damit auch weitere Punkte für die nächste Zertifizierung abgearbeitet und gesammelt werden können. Ähnlich steht auch Georg Freidel, der für die Stadt Wehr an dem Pressegespräch am Donnerstag teilnahm, dazu. Auch Wehr strebt die EEA-Zertifizierung an und fühlt sich dem Klimaschutz verpflichtet. Ebenso wie die Gemeinde Murg, die durch Maximilian Rüttinger vertreten war.

Weitere Informationen zu dem Kurs
gibt es im Internet unter der Adresse

http://www.fortbildung-klimawandel.de Die
Anmeldung zu dem Kurs erfolgt über die Volkshochschule Bad Säckingen.

Autor: Jörn Kerckhoff