Im Regenbogen gibt’s kein Rosa

Susanne Kanele

Von Susanne Kanele

Do, 18. Januar 2018

Bad Säckingen

Zum Abschluss des Semesters 2017/2018 in der Kinderuni in Bad Säckingen und Stein dozierten Kinder für Kinder.

BAD SÄCKINGEN (ska). Die Kinderuni Hochrhein hat auch in diesem Semester mit ihren Themen wieder ins Schwarze getroffen. Rund 200 Kinder haben die insgesamt vier Vorlesungen seit Oktober im Gloria-Theater und im Saalbau in der Schweizer Gemeinde Stein besucht. Zum ersten Mal seit Bestehen der Kinderuni Hochrhein wurde eine Vorlesung nicht von Experten, sondern Kindern geleitet. Sechs kleine Forscherinnen aus dem Lörracher Schülerforschungszentrum "Phaenovum" kamen mit der Lehrbeauftragten Renate Spanke zur letzten Vorlesung dieses Semesters nach Bad Säckingen. In Zweiergruppen referierten die Schüler zu den Themen "Warum gibt es im Regenbogen kein Rosa?", "Kann man mit Haaren eine Ölpest eindämmen?" und "Landet eine Plastiktüre im Meersalz?".

Auch die anderen drei Vorlesungen zuvor fanden großen Anklang bei den jungen Studenten. Zu Semesterbeginn im Oktober wurde es spannend im Saalbau in Stein. Rechtsanwältin Corinne Widmer-Lüchinger von der Juristischen Fakultät der Universität Basel spielte eine Gerichtsverhandlung nach, bei der die Studenten Recht sprechen durften. Die zweite Vorlesung bildete den Auftakt der Bad Säckinger Märchentage. Märchenerzählerin Sigrid Maute erzählte den Kindern im Gloria-Theater den geschichtlichen Hintergrund verschiedener Märchen. "Und zwar so gut, dass die Kinder gleich eine Zugabe verlangten", freute sich Helmar Burkhart, der Leiter der Kinderuni Hochrhein. Eine umfangreiche Pilzschau gab es bei der dritten Vorlesung. Zum Vortrag der Jugendbeauftragten der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, Rita Lüder, hatte ein Pilzverein aus der Schweiz eine große Pilzschau vorbereitet.

Was Burkhart ärgert: "Rund 25 Prozent der Schüler, die sich anmelden, erscheinen einfach nicht". Das macht den ehrenamtlichen Helfern unnötig Arbeit. "Im Vorfeld müssen wir die Kinder alle erfassen und unter anderem den Ausweis vorbereiten, der die Kinder zur Teilnahme berechtigt. Wir überlegen uns, ob wir den Eltern diesen zeitlichen Aufwand nicht einfach in Rechnung stellen, wenn die Kinder nicht wieder abgemeldet werden", sagt Helmar Burkhart. Im kommenden Semester soll wieder auch Schulklassen die Teilnahme an der Kinderuni ermöglicht werden und künftig soll das Semester von Oktober bis Dezember und nicht mehr bis Januar laufen.